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Studie: Digitale Transformation Eigenwahrnehmung bei der digitalen Transformation weicht von realen Herausforderungen ab

Redakteur: Melanie Krauß

Laut einer repräsentativen Studie von GfK und etventure zählt die digitale Transformation aktuell in fast zwei Drittel (62 %) der deutschen Unternehmen ab 250 Millionen Euro Jahresumsatz zu den drei wichtigsten Firmenzielen.

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Etventure fragte die Unternehmen, was ihrer Meinung nach die größten Hürden in ihrem Unternehmen bei der digitalen Transformation seien.
Etventure fragte die Unternehmen, was ihrer Meinung nach die größten Hürden in ihrem Unternehmen bei der digitalen Transformation seien.
(Bild: etventure GmbH)

Dabei sehen sich 42% der Unternehmen als „sehr gut“ oder „gut“ bei der Digitalisierung aufgestellt. Allerdings zeigte sich laut Phillip Depiereux, Gründer und Geschäftsführer von etventure, eine deutliche Diskrepanz zwischen Eigenwahrnehmung der Unternehmen und den realen Herausforderungen.

So versteht die Mehrheit unter digitaler Transformation primär nur die „Digitalisierung des bestehenden Geschäftsmodells beziehungsweise bestehender analoger Prozesse“ (55 %). Nur halb so viele (28 %) nennen dagegen den „Aufbau neuer digitaler Geschäftsmodelle". Gleichzeitig sieht annähernd jedes zweite Unternehmen (49 %) die eigene Branche einem „starken“ oder sogar „sehr starken“ Wandel ausgesetzt. Doch gerade einmal jedes fünfte Unternehmen (21 %) sieht einen ebenso starken Wandel auch beim eigenen Geschäftsmodell voraus.

„Wer nur den Fokus auf das bestehende Geschäft legt oder gar nur die IT optimiert, gefährdet die eigene wirtschaftliche Zukunft und Arbeitsplätze“, warnt Phillip Depiereux.

Für die etventure-Studie sollten die deutschen Großunternehmen auch den digitalen Fortschritt in Deutschland insgesamt bewerten. Deren Urteil fällt kritisch aus: So vergeben die befragten Entscheider für die Digitalisierung in Deutschland im Durchschnitt nur eine Zeugnisnote von 3,3.

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