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Gießtechnik und additive Fertigung

Ein Forschungsthema mit großem Potenzial

Gestiegene Ansprüche an additive Fertigungsverfahren erfordern modifizierte Aluminium- und Magnesiumwerkstoffe als Ausgangsbasis für das Rapid Prototyping.

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Bei der Entwicklung von Werkstoffen für das Additive-Manufacturing-Schweißen versucht man, auf Nachhaltigkeit zu achten.
Bei der Entwicklung von Werkstoffen für das Additive-Manufacturing-Schweißen versucht man, auf Nachhaltigkeit zu achten.
(Bild: Leichtmetall-Kompetenzzentrum Ranshofen (LKR))

Das Leichtmetall-Kompetenzzentrum Ranshofen (LKR) hat sein Gießtechnik-Portfolio erweitert und präsentiert auf der Hannover Messe erstmals zwei neue Anlagen: eine horizontale Stranggießanlage und eine Kaltkammer-Druckgießmaschine – das zum Austrian Institute of Technology gehörende Unternehmen spricht von einer „Weltpremiere“.

Außerdem werden Forschungsergebnisse aus dem Bereich Leichtbau vorgestellt, zum Beispiel über brandbeständige Magnesiumlegierungen und modifizierte Aluminium- und Magnesiumwerkstoffe für das Additive-Manufacturing-Schweißen.

Bei der Druckgießmaschine K-DAK 1100-112 handelt es sich um eine voll automatisierte Gießzelle, die als Ergänzung einer installierten Druckgießmaschine mit allen notwendigen Peripheriegeräten ausgestattet ist. Sie wird den Angaben zufolge mit einem horizontalen Gießaggregat Aluminiumdruckguss-Teile mit einem Gewicht bis 20 kg im semi-industriellen Maßstab herstellen.

Die horizontale Stranggießanlage wurde nach einjähriger Entwicklungszeit im vergangenen Jahr in Betrieb genommen. Sie könne hochwertiges Stangenmaterial aus Sonderlegierungen für das Strangpressen, das Schmieden und für die Schweißdrahtherstellung produzieren – bei kurzer Lieferzeit und geringen Kosten, heißt es.

Angesichts der zunehmenden Industrialisierung additiver Fertigungsverfahren und der damit gestiegenen Ansprüche an die Eigenschaften der verwendeten Werkstoffe entwickelt das LKR Ranshofen neue, modifizierte Aluminium- und Magnesiumwerkstoffe, die in Form von Pulvern oder Drähten als Ausgangsbasis für das Rapid Prototyping dienen.

Die Herausforderung besteht dem LKR zufolge darin, Legierungen so zu kreieren, dass sie den hohen Anforderungen der Prozesse und den erwarteten Eigenschaften der entstehenden Bauteile gerecht werden. Im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Kostensenkung lege man außerdem großes Augenmerk auf Legierungen, die ohne teure Bestandteile auskämen.

„Mit dem Schritt zur Materialentwicklung von Leichtmetall-Legierungen für die additive Fertigung ist das LKR im Begriff, sich ein Forschungsthema mit großem Potenzial und weitreichenden Auswirkungen zu erschließen“, sagt Martin Schnall, Projektleiter Materialentwicklung für additive Fertigungsprozesse am LKR.

LKR – Leichtmetall-Kompetenzzentrum Ranshofen GmbH auf der Hannover Messe: Halle 2, Stand A44.

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