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Anwenderfreundlich automatisieren

Ein guter Editor versteht mehrere Sprachen

| Autor/ Redakteur: Marcel Wöhner / Reinhold Schäfer

Geht es um anwenderfreundliches Automatisieren, benötigt man heutzutage Editoren, die dem Anwender eine möglichst große Auswahl an Programmiersprachen bieten. Diese müssen den Ansprüchen an Sicherheit und Automation gerecht werden

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Einfaches Programmieren und Konfigurieren von Maschinen und Anlagen in einer Softwareplattform im Automatisierungssystem PSS 4000 – für Automation und Sicherheitsaufgaben.
Einfaches Programmieren und Konfigurieren von Maschinen und Anlagen in einer Softwareplattform im Automatisierungssystem PSS 4000 – für Automation und Sicherheitsaufgaben.
(Bild: Pilz )

Die Güte einer Automatisierungslösung zeigt sich heute nicht zuletzt in ihrer Anwenderfreundlichkeit. Im Zeitalter zunehmender Automatisierungsgrade und verteilter, komplexer Anlagen ist deshalb die Reduzierung der Komplexität für den Anwender eine wichtige Anforderung an die eingesetzten Werkzeuge. Eine zentrale Rolle spielen die Editoren als Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine. Von Vorteil sind solche Editoren, die dem Anwender möglichst große Wahlmöglichkeiten im Hinblick auf die verwendbaren Sprachen geben und die den Ansprüchen von Sicherheit und Automation gerecht werden (Bild 1).

Bisher strikte Trennung von Steuerung und Sicherheit

Das Gebot der Rückwirkungsfreiheit bedeutete in der Vergangenheit strikt getrennte Architekturen für Maschinensteuerung und Sicherheitsfunktionen. Analog zum Fortschritt im Bereich der Automatisierungstechnik hat sich die Sicherheitstechnik von der verdrahteten Schütztechnik über kontaktbehaftete Sicherheitsschaltgeräte sowie Geräte mit integrierter Logikfunktion sukzessive in Richtung flexibel konfigurierbarer Sicherheitsschaltgeräte entwickelt. Dahinter steckte der Wunsch, Sicherheitstechnik für den Anwender transparenter und handhabbarer zu gestalten.

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Die erste sicherheitsgerichtete Steuerung entstand letztlich mit der Absicht, ähnlich wie bei einer speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS) Funktionen flexibel durch Programmierung verschalten zu können. Aktuell sind Sicherheitssteuerungen im Einsatz, deren Funktion per Software konfigurierbar ist. Sie bieten im Vergleich zu Sicherheitsrelais mit fixiertem Funktionsumfang deutlich mehr Flexibilität. Um sicherzustellen, dass Programme übersichtlich und verständlich bleiben, wurden bei den meisten Systemen der Befehlssatz und die Anzahl der verfügbaren Editoren begrenzt. Dies war und ist kein Problem, solange Maschinen und Anlagen nur einfache Sicherheitsaufgaben übernehmen.

Die Komplexität der Prozesskette nimmt zu

Sicherheitstechnik erfordert aber zunehmend umfangreichere Beziehungen innerhalb der gesamten Prozesskette zu den einzelnen Elementen. Sicherheitssteuerungen müssen dazu komplexere Messgrößen wie Drehzahlvorgaben sicher erfassen, verarbeiten und ausgeben können. Dies betrifft nicht nur die eingesetzte Sensor-/Aktorschnittstelle, sondern stellt vor allem an die verarbeitenden Logikfunktionen neue Anforderungen. SPS und Sicherheitsfunktionen werden also immer häufiger in einer Systemarchitektur zusammengeführt. Während mit Blick auf die Hardware Automation und Sicherheit bereits zusammenwachsen, blieben beide Welten auf Seiten der Software getrennt.

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