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Automobilindustrie Ein Labor für die Batterie der Zukunft

| Redakteur: M.A. Frauke Finus

Der deutschlandweite Aufbau der Elektromobilität setzen neue Generationen von leistungsstarken, kostengünstigen und umweltschonenden Batteriezellen und detaillierte Kenntnis der zugehörigen Fertigungsverfahren voraus. Zukünftige Batteriezellen und deren Herstellung zu erforschen, ist das Ziel der Battery Labfactory Braunschweig (BLB) der TU Braunschweig. Ende Juni wurde zu diesem Zweck die BLB als bundesweit wohl flexibelste Forschungseinrichtung für die Batterieproduktion feierlich eingeweiht und in Betrieb genommen.

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Elektroroller als Einsatzfeld: TU-Präsident Prof. Jürgen Hesselbach, BLB-Sprecher Prof. Arno Kwade und die Nieders. Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Dr. Gabriele Heinen-Kljajić (von links).
Elektroroller als Einsatzfeld: TU-Präsident Prof. Jürgen Hesselbach, BLB-Sprecher Prof. Arno Kwade und die Nieders. Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Dr. Gabriele Heinen-Kljajić (von links).
(Bild: TU Braunschweig)

Die Forscherinnen und Forscher haben sich insbesondere die Entwicklung neuer Herstellungsprozesse für heutige Lithium-Ionen-Batteriezellen sowie von Fertigungsprozessen für neue Batteriegenerationen wie Solid-State-Batterien oder auch Lithium-Schwefel-Batterien zum Ziel gesetzt.

4 Mio. Euro sind über ein EFRE-Projekt des Landes Niedersachsen mit Mitteln der Europäischen Union und Eigenmitteln der TU Braunschweig in das Zentrum investiert worden. Weitere 5 Mio. Euro hat die TU Braunschweig selbst aufgebracht und über Projektmittel des Bundes zur Herrichtung des Gebäudes und zur Finanzierung von Anlagen eingeworben. Die organisatorisch in das Niedersächsische Forschungszentrum Fahrzeugtechnik (NFF) integrierte BLB bildet die vollständige, flexibel gestaltbare Prozesskette mit hochmodernen Fertigungsanlagen für Lithium-Ionen-Batteriezellen ab. Die BLB untersucht dabei nicht nur die Batteriezellproduktion, sondern den gesamten Lebenszyklus einer Batterie.

Die BLB ist schon vor dem Bezug der neuen Labore sehr erfolgreich. „Forscher der BLB haben in den letzten Jahren in zahlreichen öffentlich geförderten Forschungsprojekten an zentraler Position mitgewirkt. Insgesamt werden schon bis Ende 2015 Fördermittel von über 10 Mio Euro in Projekte der BLB geflossen sein,“ erläutert Prof. Arno Kwade, Sprecher der BLB. „In der BLB haben wir seit 2008 die Kompetenzen in der Batterietechnik von sieben Instituten aus der Verfahrens- und Produktionstechnik, der Elektrotechnik, der Konstruktionstechnik bis hin zur Chemie in einer Forschungseinrichtung gebündelt“, so Prof. Jürgen Hesselbach, Präsident der Technischen Universität Braunschweig. „Gemeinsam mit der Physikalisch Technischen Bundesanstalt (PTB) forschen unsere Institute an den Lösungen für die Speicherproduktion von morgen. Die Zusammenführung dieser Kompetenzen aus Chemie, Verfahrenstechnik, Produktionstechnik, Konstruktionstechnik, Elektrotechnik und Metrologie ist in ihrer Breite einmalig in Deutschland.“

Die Zellfertigung nimmt eine Schlüsselfunktion in der Wertschöpfungskette der E-Mobilität ein – so macht die Batterie etwa 80 % der Kosten des Antriebsstrangs aus. Ziel der Bundesregierung ist es dementsprechend, eine Massenfertigung von neuen Batteriezellen in Deutschland zu etablieren. Außer in der Elektromobilität werden Batterien auch im Bereich der stationären Energiespeicherung eine wichtige Rolle spielen.

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