3D-Druck mit Kunststoff Ein Method X für den neuen Aston Martin

Redakteur: Simone Käfer

Der Automobildesigner Callum hat bei Makerbot eingekauft. Unter anderem profitiert der exklusive Aston Martin Callum Vanquish 25 von dem 3D-Drucker.

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Von ihm werden nur 25 gebaut. An der Herstellung des Aston Martin Callum Vanquish 25 ist ein 3D-Drucker beteiligt.
Von ihm werden nur 25 gebaut. An der Herstellung des Aston Martin Callum Vanquish 25 ist ein 3D-Drucker beteiligt.
(Bild: charliemagee.com, Callum)

Makerbot hat bekannt gegeben, dass Callum, ein britisches Design- und Entwicklungsunternehmen für Automobil- und Lifestyle-Produkte, einen Method X installiert hat. Mit dem 3D-Drucker der Stratasys-Tochter will Callum funktionale Prototypen, Werkzeuge und Produktionsbauteile für Luxusfahrzeuge und Lifestyle-Marken produzieren. Dazu gehört auch der auf 25 Stück limitierte Aston Martin Callum Vanquish 25 von R-Reforged.

Callum wurde 2019 vom renommierten Automobildesigner Ian Callum CBE (Commander of the Order of the British Empire) gegründet, der für einige ikonische Automobildesigns verantwortlich ist, darunter der originale Aston Martin Vanquish, der Ford Puma und der „World Car of the Year”-Preisträger von 2019, der Jaguar I-Pace. Getreu Callums persönlicher Philosophie, sich von Natur, Kunst und Musik inspirieren zu lassen, ist es die Mission des Unternehmens, maßgeschneiderte und limitierte High-End-Automobil-, Reise- und Lifestyle-Produkte zu entwerfen, die innovatives Design mit realer Funktionalität verbinden. Um dies zu erreichen, setzt Callum auf eine Mischung aus modernen Produktionsverfahren und traditioneller Handwerkskunst.

3D-Druck bei Callum: Von Prototyping bis Endbauteil

Von Anfang an hat das Unternehmen Rapid Prototyping genutzt, um Designkonzepte in taktile und repräsentative Modelle für die interne Überprüfung und den Nachweis des Konzepts zu reproduzieren. Mit dem Method X will es nun die Anwendung der Additiven Fertigung auf drei neue Schlüsselbereiche ausweiten. „Das Callum-Ingenieurteam hat sich nach mehr additiven Fertigungsmöglichkeiten gesehnt”, kommentiert Adam Donfrancesco, Technical Director bei Callum. Vor dem Kauf hatte man den Drucker natürlich getestet. „Das Niveau der Teilegenauigkeit und die Vielfalt der verfügbaren Materialien im Vergleich zu anderen industriellen Desktop-Druckern, die wir getestet haben, ist unübertroffen”, so Donfrancesco. Deswegen werden künftig voll funktionsfähige Prototypen für strenge Tests und Simulationen, Werkzeuge für Komponenten und Messgeräte in limitierter Auflage und anpassbare, in kleinen Stückzahlen hergestellte Teile für den endgültigen Einsatz in den Fahrzeugen und anderen Designprojekten mit dem Makerbot-Drucker hergestellt.

Das erste öffentliche Projekt des Unternehmens ist der Aston Martin Callum Vanquish 25 by R-Reforged. Diese Neuinterpretation wird über 350 technische, materielle und gestalterische Änderungen aufweisen, die das Original aus den 2000er Jahren in einen praktischeren und relevanteren GT verwandeln. Nur 25 Fahrzeuge in limitierter Auflage werden im britischen Warwick gebaut. Unter anderem werden die Bremskanäle auf dem Method X gedruckt werden, aber auch weitere Endbauteile. „Der 3D-Drucker Method X von Makerbot ist unser erster echter Schritt in die Additive Fertigung, und wir freuen uns darauf, mit dieser Technologie die Grenzen des Automobildesigns und der Produktion zu erweitern", sagt Ian Callum, Design Director und Gründer von Callum. „Für spezialisierte Konstruktions- und Designunternehmen wie Callum bieten vielseitige Maschinen wie die Method X eine Möglichkeit, die Handwerkskunst zu verbessern und neue, effiziente Wege zu finden, um Herausforderungen in Design, Fertigung und Produktion zu lösen.” Die geschlossene, beheizte Kammer, Materialien in Industriequalität und das auflösbare SR-30 Trägermaterial des Method X sollen eine außergewöhnliche Oberflächengüte, Maßhaltigkeit und Präzision für komplexe, langlebige Teile gewährleisten.

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