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Engel

Ein neuer „Engel“ hat die Flügel im Spritzgießmaschinenhimmel ausgebreitet

| Redakteur: Peter Königsreuther

Die Engel e-mac 280 wurde zum ersten mal auf der Fakuma 2017 präsentiert. Die neue Spritzgießmaschine ist kozipiert worden, um, wie es heißt, die Flächenproduktivität und damit die Kosteneffizienz zu steigern. Denn besonders in den Branchen Teletronics und Technical Moulding würden zunehmend größere Werkzeuge mit höheren Kavitätenzahlen eingesetzt.

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Die e-mac-Baureihe hat Engel jetzt nach oben erweitert, heißt es. Der entsprechende Neuzugang trägt den Namen Engel e-mac 280 und feierte auf der Fakuma 2017 seine Premiere.
Die e-mac-Baureihe hat Engel jetzt nach oben erweitert, heißt es. Der entsprechende Neuzugang trägt den Namen Engel e-mac 280 und feierte auf der Fakuma 2017 seine Premiere.
(Bild: Engel)

Mit der Herstellung von Steckergehäusen auf einer e-mac 940/280 präsentierte Engel in Friedrichshafen eine für diese Baureihe typische Anwendung, berichtet das Unternehmen. Weil die Steckergehäuse nach dem Spritzgießen in automatisierten Prozessschritten mit Stabilisatoreinsätzen, Dichtungen und den Kontaktstiften bestückt würden, entscheide die Präzision und Konstanz der Spritzgießmaschine über die Wettbewerbsfähigkeit des produzierenden Unternehmens. Das erklärt laut Engel auch, weshalb in diesem Marktsegment komplett mit elektrischen Systemen gearbeitet wird, obwohl mit einer Zykluszeit von meist 6 oder mehr Sekunden, die Anforderungen an die Performance der Spritzgießmaschine niedriger sind als es im engeren Hochleistungsbereich eigentlich der Fall ist.

Diese IQs wirken sich positiv auf die Kunststoffverarbeitung aus

40 Kontaktstifte werden dabei in dem zu produzierenden Steckergehäusen platziert, was zu entsprechend dünnen Stegen und relativ kleinen Durchbrüchen im Inneren der Gehäuse führt, wie Engel erklärt. Dabei stelle die e-mac-Maschine sicher, dass auch über lange Fließwege sehr dünnwandige Bereiche zuverlässig gefüllt werden. Die e-mac ist ausschließlich mit besonders leistungsstarken Servomotoren ausgerüstet. Auch das Auswerfen und Anpressen geschieht servoelektrisch, so Engel. Dieser Umstand garantiere nicht nur höchste Präzision und Prozessstabilität, sondern auch einen optimalen Wirkungsgrad für die gesamte Maschine. Die Antriebe, heißt es, werden in einer Achsverbundlösung mit stabilisiertem Zwischenkreis betrieben. Für die kurzen Zykluszeiten seien unter anderem die Parallelbewegungen der Antriebsachsen verantwortlich.

Mit der CC300 Steuerung biete die e-mac Maschine die optimale Flexibilität für die Integration von Robotern und weiterer Peripherie sowie den Einsatz intelligenter Assistenzsysteme aus dem inject-4.0-Programm von Engel. Gleich drei dieser Systeme wurden auf der Messe im Einsatz gezeigt: iQ weight control, welches das eingespritzte Schmelzevolumen über den gesamten Spritzgießprozess konstant hält und damit Schwankungen in den Umgebungsbedingungen und im Rohmaterial ausgleicht, iQ clamp control, das auf Basis der Werkzeugatmung die optimale Schließkraft ermittelt und automatisch anpasst sowie iQ flow control für die energiesparende, bedarfsgerechte Regelung der Werkzeugtemperierung.

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Maximaler Öffnungshub trotz kompakter Spritzgießmaschine

Ein weiterer Pluspunkt der e-mac-Baureihe ist die kompakte Konstruktion, die in der Fertigungshalle deutlich Platz einspart. Durch eine optimierte Kniehebelgeometrie ist es Engel gelungen, die Schließeinheit der neuen Baugröße e-mac 280 deutlich kürzer zu bauen – und das ohne den Öffnungshub zu verkleinern.

Die ersten e-mac-Spritzgießmaschinen kamen 2012 auf den Markt. Seitdem deckt Engel im vollelektrischen Bereich das komplette Anforderungsspektrum der Spritzgießindustrie ab. Während sich die Hochleistungsmaschinen der e-motion und e-cap-Baureihen für Schnelllauf- und Mehrkomponentenanwendungen vor allem in den Branchen Medical und Packaging etabliert haben, stellt die e-mac Baureihe eine besonders wirtschaftliche Alternative für Anwendungen in der Elektronikindustrie und im technischen Spritzguss dar.

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