Automatisierung Ein Roboter (nicht nur) für den Mittelstand

Redakteur: Jürgen Schreier

Platzsparend, leicht zu programmieren und ganz auf Kooperation mit dem Menschen ausgelegt, ist der Roboter von Universal Robots. Im Visier hatten seine Entwickler den industriellen Mittelstand. Wie der „flexible Däne“ bei der Zielgruppe ankommt und was demnächst noch aus Odense zu erwarten ist, erläutern CEO Enrico Krog Iversen und Sales Director Thomas Visti.

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Der Roboter von Universal Robots kann ohne Schutzeinrichtung eingesetzt werden. Das ermöglicht Kollaboration mit dem Menschen, spart Platz und Geld. Bild: Schreier
Der Roboter von Universal Robots kann ohne Schutzeinrichtung eingesetzt werden. Das ermöglicht Kollaboration mit dem Menschen, spart Platz und Geld. Bild: Schreier
( Archiv: Vogel Business Media )

Es mag vielleicht ein bisschen provokant klingen, aber Roboterhersteller gibt es eigentlich wie Sand am Meer. Was also war die Motivation für Universal Robots, in diesen doch recht umkämpften Markt einzusteigen?

Krog Iversen: Sicher, es gibt bereits zahlreiche Roboterhersteller am Markt. Doch alle haben den Fokus auf Großunternehmen gesetzt, ob aus dem Automotive-Industrie oder dem Aerospace-Bereich. Es gab bis jetzt keinen Roboterhersteller, der den Fokus auf den Mittelstand legte. Weil wir aber glauben, dass der Mittelstand automatisieren muss, wenn er weiter wettbewerbsfähig bleiben will, hatten wir die Idee, ihm ein bezahlbares Automationssystem anzubieten.

Das Ziel Ihrer Entwicklung, einen einfachen Roboter für den Mittelstand, flexibel und schnell zu programmieren, konnte man schon auf diversen Messen bewundern – auch auf der Automatica 2010. Wie sind denn Ihre Gedanken zur Automatisierung des Mittelstands bislang am Markt angekommen?

Krog Iversen: Sehr gut. Wir haben mit dem Verkauf unseres Roboters im Oktober 2008 begonnen. Da war vielleicht nicht unbedingt die beste Zeit, schließlich war die Wirtschaftskrise zu dieser Zeit schon spürbar. Dennoch darf ich sagen, dass wir von Anfang an eine sehr gute Resonanz vom Markt bekommen haben und wir unseren ursprünglichen Businessplan bisher erfüllen konnten. Trotz der Finanzkrise haben wir unsere Ziele erreicht – und das ist gut so. Wir haben keine Probleme, Vertriebspartner zu finden und auch die Endkunden für unseren Roboter sind da. Die meisten Kunden kommen eher auf uns zu, als dass wir auf sie zugehen müssen Viele unserer ausländischen Distributoren haben uns gefunden und nicht umgekehrt.

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Das heißt, dass Sie mit Ihrem Produkt also wirklich eine Marktlücke gefunden haben?

Krog Iversen: Ja, davon sind wir überzeugt.

Welche Märkte bearbeiten Sie im Moment, regional und nach Branchen betrachtet?

Krog Iversen: Wir haben nicht den Fokus auf gewisse Branchen gelegt, das ist für uns weniger wichtig. Was wichtig ist, sind die Applikationen. Ich denke, wie haben einen sehr guten Pick-and-Place-Roboter entwickelt. Bei allem, was mit der Zuführung und Entnahme von Werkstücken an CNC-Werkzeugmaschinen. Spritzgießmaschinen und anderen Maschinen zu tun hat, da haben wir Vorteile gegenüber unseren Wettbewerbern. Ob wir konkret mit Metall- oder Kunststoffteilen, mit Holz oder anderen Werkstoffen arbeiten, ist letztlich weniger wichtig.

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