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Fördertechnik Eine bleibende Verbindung

Redakteur: M. A. Benedikt Hofmann

Bei Fördertechnik wie Bandförderern ist eine hohe Anlagenverfügbarkeit besonders wichtig. Dies beinhaltet auch, die Stillstandzeiten möglichst gering zu halten. Dabei sollen die Verbindungssysteme von Flexco Europe helfen, die lange Wartungsintervalle und schnelle Reparaturen ermöglichen sollen.

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Verbinderstreifen bieten eine flache mechanische Scharnierverbindung. Durch Herauslösen des Kupplungsstabs kann die Verbindung schnell und einfach geöffnet werden.
Verbinderstreifen bieten eine flache mechanische Scharnierverbindung. Durch Herauslösen des Kupplungsstabs kann die Verbindung schnell und einfach geöffnet werden.
(Bild: Flexco Europe)

Für Transportbänder mit leichter Beanspruchung, zum Beispiel in der Landwirtschaft, der Lebensmittelindustrie oder im Paket- und Gepäckhandling, kommen dem Unternehmen zufolge zwei Verbindungssysteme infrage: die mechanische und die Endlosverbindung. Bei beiden Systemen gibt es wiederum unterschiedliche Varianten, die für bestimmte Anwendungen besser, für andere weniger gut geeignet sind. Um herauszufinden, welches Verbindungssystem für welchen Einsatzfall die optimale Lösung bietet, lohnt sich ein Blick auf die einzelnen Möglichkeiten. Bei einer Endlosverbindung werden die beiden Enden des Transportbands miteinander verschmolzen, sodass ein scheinbar endloses Band entsteht. Diese Art der Verbindung sorgt für einen geräuscharmen Betrieb, hinterlässt keine Spuren auf den transportierten Produkten und kann auch bei sehr kleinen Trommelgrößen eingesetzt werden. Zudem ist die Endlosverbindung, sofern sie nicht auf einem abgenutzten Transportband angebracht wird, äußerst stabil und haltbar. Ihr einziger Nachteil ist die im Vergleich zu mechanischen Verbindern aufwendigere Installation. Diese kann nur mit speziellem Gerät und von entsprechend geschulten Fachleuten vorgenommen werden und ist daher zeit- und kostenintensiv.

Neue Art der Endlosverbindungen

Zum Anbringen einer Endlosverbindung kommen traditionell wassergekühlte Pressen zum Einsatz. Diese sind groß und unhandlich, bestehen aus vielen Einzelteilen und benötigen für den Betrieb immer eine eigene Wasserversorgung. Auch die Zykluszeiten der Pressen sind lang – bis zu mehreren Stunden für eine einzige Verbindung. Eine bessere Lösung sollen tragbare, luftgekühlte Pressen wie die Novitool Aero Press von Flexco sein. In ihr sind sämtliche Bauteile bereits integriert, was den Transport und den Aufbau enorm vereinfacht. Auch ist sie nicht auf eine Wasserquelle angewiesen und bietet wesentlich schnellere Zykluszeiten. Eine einzelne Verbindung dauert mit der Aero Press nur noch sieben bis zwölf Minuten – statt Stunden, so Flexco. Das Unternehmen beschreibt zwei Varianten, Transportbänder endlos zu verbinden. Bänder aus thermoplastischen Kunststoffen wie PVC oder Urethan werden durch Hitzeeinwirkung miteinander verschmolzen. Beim Abkühlen bildet sich eine homogene Masse. Normalerweise werden dafür Zacken in die beiden Enden des Transportbandes gestanzt, damit sie sich optimal verbinden können. Dickere Bänder können auch in mehreren Lagen miteinander verschmolzen werden, was die Festigkeit der Verbindung zusätzlich erhöht. Duroplast-Materialien wie Gummi oder Neopren, die thermisch nicht mehr verformt werden können, werden in der Regel geklebt. Dafür werden die Bandenden in sich ergänzende Winkel geschnitten, sodass sie sich überlappen.

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Mechanische Verbindungssysteme

Alternativ bieten sich mehrere Arten von mechanischen Verbindungssystemen für leichte Transportbänder an. Diese sind im Vergleich zur Endlosverbindung einfacher zu installieren, da nur wenige Werkzeuge und etwas handwerkliches Geschick benötigt werden. Auch bereits abgenutzte Bänder können mechanisch verbunden werden, weil der Abnutzungsgrad des Bands die Qualität der Verbindung nicht beeinträchtigt. Zudem lassen sich mechanische Verbinder demnach schnell und einfach auswechseln, ohne dass dafür die gesamte Transportbandanlage demontiert werden muss. Schwer zugängliche Anlagenkomponenten sollen so besser gereinigt werden können, da sich die Verbindung bei Bedarf lösen und das Transportband entfernen lässt. Aufgrund ihrer Vielfalt kommen mechanische Verbindungssysteme in einem großen Spektrum von Anwendungen zum Einsatz. Zur Auswahl stehen dabei sowohl metallische als auch nicht-metallische Verbinder.

Drei Arten von Verbindern

Es gibt drei Arten von metallischen Verbindern: Drahthaken, Verbinderklammern und Verbinderstreifen. Die Verbindung mit Drahthaken wird sowohl als wirtschaftlich als auch langlebig beschrieben. Zudem kann sie durch ihr flaches Profil auf bis zu 24 mm kleinen Rollen eingesetzt werden. Die Drahthaken sind für die Installation in Streifen angeordnet und werden entweder von einer Papiereinfassung oder einem eingeschweißten Querdraht in Position gehalten. Das Werkzeug, das benötigt wird, um die Drahthaken zu befestigen, ist klein und handlich. Eine kaputte Verbindung lässt sich in Minutenschnelle reparieren. Die Drahthakenverbindung ist für Transportbänder bis zu einer Stärke von 10 mm geeignet.

Verbinderklammern sind besonders stark und resistent gegen Abnutzung. Sie bestehen aus einem Ober- und einem Unterteil, zwischen die die Enden des Transportbands eingeklemmt werden. Drahtklammern heften Band und Verbinder zusammen und sorgen für einen stabilen Halt. Um die Verbinderklammern anzubringen, werden lediglich ein Hammer und ein tragbares Spezialwerkzeug benötigt. Sie sind daher einfach zu installieren, jedoch weniger leicht auszutauschen als beispielsweise Verbinderstreifen. Verbinderklammern sind für Transportbänder mit einer Stärke von 1,5 bis 6,4 Millimetern geeignet, der Trommeldurchmesser sollte mindestens 50 Millimeter betragen.

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