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Das IPH auf der Hannover Messe 2018 Einfachere Fabrikplanung

Redakteur: Simone Käfer

Mittels Digitalisierung möchte das Institut für Integrierte Produktion Hannover (IPH) die Planung oder Umgestaltung eines Fabriklayouts vereinfachen und beschleunigen.

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um Abflug bereit: Eine Drohne scannt mithilfe einer 3D-Kamera den gesamten Produktionsbereich.
um Abflug bereit: Eine Drohne scannt mithilfe einer 3D-Kamera den gesamten Produktionsbereich.
(Bild: IPH)

Für das IPH steht fest: bereits bei der Analyse des Ist-Zustands einer Fabrik hilft eine Drohne. Diese scannt die Fabrikhalle mithilfe einer 3D-Kamera und erstellt einen dreidimensionalen Lageplan. Aktuell müssen Fabrikplaner die einzelnen Elemente noch manuell in den Grundriss der Halle eingeben. Die Drohne schafft das erheblich schneller und erreicht auch Teile der Fabrik, die ein Mensch nicht erreichen könnte, wie umzäunte Roboter oder Förderanlagen.

Ist das Ausgangslayout angelegt, müssen Fabrikplaner die einzelnen Fabrikelemente bislang manuell im Plan verschieben. Mithilfe eines entsprechenden Computerprogramms und einer VR-Brille können die Planer die umstrukturierte Produktionsstätte auch virtuell durchschreiten.

In Zukunft soll eine Software, die am IPH entwickelt wird, sogar in der Lage sein, automatisiert eine Vielzahl von Layouts zu erstellen. Ein Algorithmus soll dann Maschinen, Lager und Wege in der neuen Halle best möglich anordnen. Eine weitere Software, die bereits am IPH entwickelt wurde, kann diese verschiedenen Layouts dann miteinander vergleichen. Dazu kann der Anwender individuelle Bewertungskriterien definieren. So lässt sich schnell und objektiv feststellen, welche Variante die geeignetste ist.

An drei Stationen stellt das IPH diese Art der Fabrikplanung vor. An der ersten Station zeigen die Wissenschaftler die Drohne und erläutern ihre Arbeitsweise anhand eines kurzen Videos. An der zweiten Station können Besucher selbst am digitalen Fabrikplanungstisch einzelne Objekte in der Fabrikhalle neu anordnen und sich ausrechnen lassen, wie effizient diese Änderung wäre. An der dritten Station wird das Ergebnis noch einmal zusätzlich visualisiert: Die Messebesucher können mittels einer VR-Brille die Fabrikhalle virtuell durchschreiten, um direkt ein Bild von der Machbarkeit der Umstrukturierung zu bekommen.

Sie finden das IPH – Institut für Integrierte Produktion auf dem Gemeinschaftsstand Niedersachsen in Halle 2 an Stand A08.

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