Ultratiefkühlung Eiskalt im Kampf gegen Corona

Autor / Redakteur: Alexia Angelopoulou / Mag. Victoria Sonnenberg

Als handele es sich um rare Diamanten, werden Lieferungen von Corona-Impfstoff mancherorts von Polizei und Militär begleitet. Die Hoffnung von Milliarden Menschen ruht auf der medizinischen Lösung für die Pandemie. Doch die Lagerung des fragilen Vakzins ist heikel. Die Ultratiefkühlschränke der Binder GmbH sichern den Impfstoff bei einer Eiseskälte bis minus 90°C. Gebaut werden sie mithilfe von Trumpf.

Die breite Produktpalette fordert von der Compe- tence Factory höchstmögliche Flexibilität. Auf den rund 8.200 Quadratmetern der Produktionshalle hilft dabei ein 50 Meter langes Stopa-Lager, das mit Stanz- und Biegemaschinen verbunden ist und das Material zuführt.
Die breite Produktpalette fordert von der Compe- tence Factory höchstmögliche Flexibilität. Auf den rund 8.200 Quadratmetern der Produktionshalle hilft dabei ein 50 Meter langes Stopa-Lager, das mit Stanz- und Biegemaschinen verbunden ist und das Material zuführt.
(Bild: Trumpf/Dirk Kittelberger)

Als die Corona-Infektionen im vergangenen Frühjahr international zunahmen, merkte Thomas Luippold auf. „Uns war klar, dass da etwas kommen könnte“, entsinnt sich der Leiter der Competence Factory von Binder. „Damals bauten wir jährlich nur ein paar hundert Stück unserer ‚Freezer’, wie wir sie nennen.“ Doch dann ging es los: Monat für Monat kamen mehr Aufträge aus aller Welt. „Dieses Jahr sind wir mehr als ausgebucht, aber die Nachfrage, die wir durch Corona haben, kriegen wir bewältigt“, sagt Luippold. Dass Binder die Kundenwünsche erfüllen kann, liegt vor allem am neuen Tuttlinger Werk, das im August 2017 seine Tore öffnete.

Auf dieses Werk ist Luippold mehr als stolz, denn er und sein Team haben die rund zwölf Millionen Euro teure Competence Factory von der grünen Wiese an bis zur Fertigstellung durchgeplant. Schon ein Jahr nach der Eröffnung konnte Binder damit über 30 Prozent mehr Werkleistung erzielen.