Elektrotechnik Elektroexporte im Juni deutlich gestiegen

Quelle: dpa

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Laut ZVEI sind die Exporte der deutschen Elektro- und Digitalindustrie um 8,8 Prozent im Vergleich zu 2021 gestiegen. Besonders der Handel mit der USA legt um über 20 Prozent zu.

Besonders die Elektroexporte in die USA stiegen im Juni um 20 Prozent auf 11 Milliarden Euro.
Besonders die Elektroexporte in die USA stiegen im Juni um 20 Prozent auf 11 Milliarden Euro.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Die deutsche Elektro- und Digitalindustrie hat im Juni auch dank gestiegener Preise ein kräftiges Exportplus erzielt. Die Ausfuhren legten gegenüber dem Vorjahresmonat um 8,8 Prozent auf 20,1 Milliarden Euro zu, wie der Branchenverband ZVEI in Frankfurt mitteilte. „Ein erheblicher Teil des Zuwachses ist allerdings auf Inflation zurückzuführen“, erläuterte ZVEI-Konjunkturexperte Matthias Düllmann. Im ersten Halbjahr erreichten die Elektroexporte einen Wert von 115,8 Milliarden Euro, das waren 6,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Die Importe und Exporte der deutschen Digital- und Elektroindustrie 2022 im Vergleich zu 2021.
Die Importe und Exporte der deutschen Digital- und Elektroindustrie 2022 im Vergleich zu 2021.
(Bild: ZVEI)

Wie schon im bisherigen Jahresverlauf nehmen die Einfuhren deutlich stärker zu als die Ausfuhren. Die Importe elektrotechnischer und elektronischer Erzeugnisse nach Deutschland legten im Juni 2022 um 21,4 Prozent auf 21,0 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr zu. Von Januar bis Juni summierten sie sich auf 122,1 Milliarden Euro und lagen damit 15,5 Prozent über Vorjahr.

Lieferungen nach Russland weiter rückläufig

Die Top 5 der Länder, in die die deutsche Digital- und Elektroindustrie ihre Produkte exportiert.
Die Top 5 der Länder, in die die deutsche Digital- und Elektroindustrie ihre Produkte exportiert.
(Bild: ZVEI)

Die fünf größten Abnehmerländer waren im ersten Halbjahr China, die USA, Frankreich, die Niederlande und Italien. Die Ausfuhren nach China wuchsen in den ersten sechs Monate dieses Jahres um 4,1 Prozent auf 12,8 Milliarden Euro. Ein besonders starkes Plus von gut 20 Prozent auf 11 Milliarden Euro gab bei den Exporten in die USA. Die Lieferungen ins drittplatzierte Frankreich erhöhten sich um 7,2 Prozent auf 7,1 Milliarden Euro im Zeitraum von Januar bis Juni 2022.

Deutliche Spuren hinterließ der Ukraine-Krieg im Geschäft mit Russland. „Die Lieferungen nach Russland sind weiterhin stark rückläufig, so dass das Land im Abnehmerranking aktuell nur noch auf Platz 29 rangiert, nachdem es im vergangenen Jahr noch auf Platz 16 lag“, sagte Düllmann. Im ersten Halbjahr brachen die Exporte nach Russland um 46,8 Prozent auf 923 Millionen Euro ein.

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