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Young Professionals der Elektro- und Informationstechnik 2017

Elektroingenieure können sich ihre Stellen aussuchen

| Redakteur: Andrea Gillhuber

Nach einer Studie des VDE können sich Elektroingenieure ihre Stelle auswählen.
Nach einer Studie des VDE können sich Elektroingenieure ihre Stelle auswählen. (Bild: VDE)

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Elektroingenieure schreiben im Durchschnitt maximal fünf Bewerbungen und nehmen zwei Vorstellungsgespräche wahr. Das ist das Ergebnis der Studie „Young Professionals der Elektro- und Informationstechnik 2017“ des VDE.

Für die Studie befragte der Technologieverband VDE 232 Elektroingenieure und Elektroingenieurinnen bis 35 Jahre mit einer durchschnittlichen Berufserfahrung von etwas über zwei Jahren. Jeder fünfte Absolvent geht ohne ein Bewerbungsschreiben, jeder vierte sogar ohne ein Vorstellungsgespräch an den Karrierestart.

„Im Jahr 2015 hatte rund die Hälfte ihren ersten Arbeitsvertrag „erst“ nach drei Vorstellungsgesprächen in der Tasche“, fasst Ansgar Hinz, Geschäftsführer des VDE die Studienergebnisse zusammen. „Die Absolventen können sich ihr Wunsch-Unternehmen nahezu aussuchen, nicht umgekehrt. Die Zeiten waren damit für Ingenieure noch nie so gut wie jetzt und dank der Digitalisierung ist kein Ende der Vollbeschäftigung in Sicht“, so Hinz weiter.

Erstmals im Job, bereuen die Young Professionals ihre Studienwahl nicht. Für sieben von zehn Befragten bietet der Ingenieurberuf gute Karrierechancen. Sechs von zehn finden ihren Beruf abwechslungsreich, kreativ und wichtig für die Gesellschaft. Fünf von zehn Befragten beschreiben ihn als Tätigkeit mit viel Gestaltungsspielraum, krisensicher und mit internationalem Profil. Zwei von zehn haben bereits Personalverantwortung, sechs von zehn streben Personalverantwortung an und drei von zehn erwarten sie innerhalb der nächsten drei Jahre. Ein Start-up zu gründen, können sich 33 % ernsthaft vorstellen, 5 % planen dies bereits seit längerer Zeit konkret.

Für vier von zehn Befragten haben Familie und Freunde eine größere Bedeutung als Karriere, sie möchten Beruf und Privatleben trennen können. Allerdings sagen auch vier von zehn, dass sie ihre sozialen beziehungsweise familiären Bedürfnisse mit ihren beruflichen Verpflichtungen gut in Einklang bringen können. „Viele Firmen haben sich bereits auf die neue Generation Z als Arbeitnehmer eingestellt und machen Zugeständnisse, was die Work-Life-Balance angeht; nicht jedoch ohne den Sinn für das wirtschaftlich Machbare aus dem Auge zu verlieren. Angesichts des Fachkräftemangels in der Elektro- und Informationstechnik bleibt ihnen auch nichts anderes übrig“, resümiert VDE-Chef Hinz. Resignieren müssen die Unternehmen allerdings nicht. Immerhin 24 % der Befragten konstatieren auch: "Wenn ich beruflich vorankommen möchte, muss ich akzeptieren, mein Privatleben einzuschränken, das ist selbstverständlich." Und 80 % können sich einen Auslandsaufenthalt in Europa vorstellen, in den USA und Asien jeweils 65 %. Die Bereitschaft – gegebenenfalls auch mit Familie – ins Ausland zu gehen, um sich beruflich weiterzuentwickeln, ist bei den befragten Ingenieuren damit sehr hoch.

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