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Elektroautos Elektromobilität bietet Raum für Visionen

| Redakteur: Annedore Munde

Dass Elektro- und Hybridfahrzeuge dabei sind, Städte und Regionen zu erobern, daran zweifelt niemand mehr. Längst haben findige Unternehmer auch ihre Märkte im Bereich Elektromobilität gefunden. Von der Batterie über das Solarmodul bis hin zur Tanksäule gibt es vielfältige Betätigungsfelder rund um das elektrische Fahren.

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Für die Elektromobilität gibt es sowohl handfeste Funktionsbauteile als auch realistische Visionen. Bild: Fraunhofer-Gesellschaft
Für die Elektromobilität gibt es sowohl handfeste Funktionsbauteile als auch realistische Visionen. Bild: Fraunhofer-Gesellschaft
( Archiv: Vogel Business Media )

Wer heute an Fortbewegung denkt, sollte dies möglichst mit Blick auf Elektromobilität tun. Denn glaubt man den Prognosen von Bundesregierung und diversen Marktforschungsinstituten, so werden sich Autos, Räder, Busse und Bahnen in Zukunft überwiegend elektrisch von A nach B bewegen.

Elektromobilität wird alltagstauglich

Längst ist die Zeit der Konzept-Cars vorbei. Was in den letzten Wochen auf diversen Branchenveranstaltungen wie der E-Car-Tec in München oder auch den regionalen Ersten Bayerischen E-Mobilitätstagen in Würzburg zu sehen war, ist durchaus alltagstauglich.

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So baut beispielsweise Mitsubishi Motors mit dem i-MiEV (Mitsubishi innovative Electric Vehicle) eines der ersten in Europa erhältlichen Elektrofahrzeuge eines Automobil-Großserienherstellers. Nach dem Start der Serienproduktion des Mitsubishi i-MiEV im Juni 2009 erfolgte Ende Juli die Markteinführung in Japan. In Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern wird es ab Ende 2010 eine modifizierte Linkslenkerversion geben.

Batterie, Brennstoffzelle und Sonne für die Elektromobilität

Leichtmetall-Felgen, Klimaanlage, elektrische Fensterheber und Außenspiegel, Zentralverriegelung mit Fernbedienung, Nebelscheinwerfer oder Lichtsensor, Fahrer- und deaktivierbarer Beifahrerairbag, Seitenairbags vorn und Kopfairbags – das sind nur einige Features, mit denen der Hersteller sein Fahrzeug ausstattet. Auch der Preis ist alltagstauglich — in Deutschland 34 390 Euro (UPE).

Soweit das Endprodukt. Kein Konzept-Car, sondern ein Großserienfahrzeug. Dass auf dem Weg dahin genauso serientaugliche Bauelemente entwickelt wurden, ist die Grundlage dafür.

Beispiel Batterie: Zu all denen, die derzeit im Bereich Batterieentwicklung unterwegs sind, gehört beispielsweise die Darmstädter Akasol Engineering GmbH. Auf der diesjährigen E-Car-Tec präsentierte sie dem Fachpublikum erstmals ihr neues Batteriesystem.

Batterien machen Elektromobilität wettbewerbsfähig

„Unsere Batteriemodule sind sowohl in Bezug auf die Zuverlässigkeit als auch auf das Preis-Leistungs-Verhältnis wettbewerbsfähig“, sagt Sven Schulz, geschäftsführender Inhaber der Schulz Group, zu der auch das Tochterunternehmen Akasol Engineering GmbH gehört. Die Energiedichte des Akasol-Moduls beträgt 134 Wh/kg beziehungsweise 240 Wh/l, die maximale Leistung liegt bei 18 kW. „Das sind Werte, die bei komprimierter Bauweise ein hohes Leistungsvermögen offenbaren“, erläutert Schulz.

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