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Mahr Messtechnik Elektromobilität wird Qualitätsmerkmale in der Automobilfertigung verändern

| Redakteur: Josef-Martin Kraus

Mit der Elektromobilität werden sich viele Baugruppen in der Automobilfertigung ändern – und damit viele Qualitätsmerkmale der dort zu produzierenden Teile. Statt Motorblöcken, Kurbel- und Nockenwellen sind dann Anker, Wicklungen und Lamellen zu vermessen. Als Applikationsspezialist für Messtechnik hat sich Mahr bereits auf den Wechsel vom Verbrennungs- zum Elektromotor eingestellt.

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Auf der Messe Control 2011 stellte Mahr Konzepte zur automatischen Vermessung von Komponenten für Elektromotoren vor. (Bild: Kraus)
Auf der Messe Control 2011 stellte Mahr Konzepte zur automatischen Vermessung von Komponenten für Elektromotoren vor. (Bild: Kraus)

Gemeinsam mit einem Automobilhersteller wurden Qualitätsmerkmale erarbeitet. So stellen Bauteile und Baugruppen von Radnabenmotoren andere Aufgaben an Qualitätsprüfer als Benzin- und Dieselmotoren.

Neue Konzepte zur automatischen Vermessung

Auf der Fachmesse Control 2011 stellte Mahr dazu Konzepte zur automatischen Vermessung vor, die sich in die Fertigung integrieren lassen. Basis dafür ist eine etablierte Plattformstrategie. Damit geht das Unternehmen derzeit die gestiegenen Anforderungen der Direkteinspritzung bei Verbrennungsmotoren an. Besonders bei Benzinmotoren sind die Fertigungstoleranzen kleiner geworden.

„Noch steht der Verbrennungsmotor im Fokus messtechnischer Entwicklungen“, bemerkte Uwe Kauder, Vertriebsleiter Inland auf der Messe. Die Automobilfertigung ist ein Hauptabnehmer von Mahr-Messmaschinen.

Auf dem Weltmarkt ist die Mahr-Gruppe der drittgrößte Fertigungsmesstechnik-Hersteller. Das Produktspektrum reicht von Handmesswerkzeugen über optische Oberflächenmessplätze bis zu Form- und Konturmessmaschinen.

Messungen bis auf wenige Nanometer genau

Vor 150 Jahren als Unternehmen gegründet, brachte Mahr 1908 die erste mechanische Längenmessmaschine heraus, die Messwerte schon mit einer Genauigkeit im Mikrometerbereich erfasste. Heute reicht die Messgenauigkeit bis in den unteren Nanometerbereich.

So berichtete Kauder von einem Kundenprojekt zur Vermessung von Einspritznadeln auf einer Schleifmaschine. Die Teile werden nach dem Einspannen vermessen und die Messwerte direkt der Maschine rückgeführt, die automatisch die Einstellung optimiert.

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