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Inhouse-Elektropolierverfahren

Elektropolieren verbessert Qualität geätzter Teile

| Autor: Anne Richter

Durch Elektropolieren wird die Qualität und die Optik chemisch geätzter Teile verbessert, aufgrund der besseren Oberflächen wird weniger Oberflächen- und Schleppreibung erzeugt. Deshalb führt Precision Micro Inhouse-Elektropolierverfahren ein. Auch medizinische Instrumente profitieren vom Elektropolieren.

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Präzise und sicher: Das Elektropolieren von Knochensägeblättern verringert den Reibungskoeffizienten am Kontaktpunkt zwischen Sägeblatt und Gerätekörper.
Präzise und sicher: Das Elektropolieren von Knochensägeblättern verringert den Reibungskoeffizienten am Kontaktpunkt zwischen Sägeblatt und Gerätekörper.
(Bild: Daniel Buxton)

Das Elektropolieren (auch elektrochemisches Polieren oder elektrolytisches Polieren) hat sich aufgrund der qualitativ hochwertigen Ergebnisse innerhalb kurzer Zeit als idealer Endbearbeitungsprozess für chemisch geätzte Metallteile etabliert. Kunden wenden sich zunehmend von herkömmlichen mechanischen Endbearbeitungsverfahren wie Trommelschleifen, Strahlen, Schleifen oder Fräsen ab. Als Antwort auf diese Entwicklung hat Precision Micro, führender europäischer Spezialist für chemisches Ätzen, am Standort in Birmingham (Grossbritannien) eine Elektropolierlinie eingerichtet. Die Produktionslinie soll kürzere Vorlaufzeiten und grössere Prozesskontrolle sowie eine breitere Palette an Optionen für die Endbearbeitung möglich machen.

Bessere Qualität und Optik durch Elektropolieren

Die Vorteile des Elektropolierens: Zum einen überzeugt es mit einem verbesserten äusseren Erscheinungsbild der gefertigten Metallteile – sie sind heller und glatter, fühlen sich besser an und verfügen über ein gleichmässiges Glanzprofil. Zum anderen weisen mit einer Kombination aus chemischem Ätzverfahren und Elektropolieren hergestellte Teile noch bessere mechanische Eigenschaften auf.

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Die Dauerfestigkeit wird beim Elektropolieren nicht beeinträchtigt. Zudem sorgt die absolute Glätte für weniger Schleppreibung und Oberflächenreibung. Die Oberflächenrauheit wird auf 0,32–0,4 Mikron gesenkt. Zum Vergleich: Bei anderen Verfahren ist eine Oberflächenrauheit von 0,64 Mikron häufig. Beispielsweise chemisch geätzte Rakel für den Siebdruck im Zusammenhang mit Oberflächenmontage profitieren von dem Verfahren: Hier wird das Elektropolieren genutzt, um nach dem Ätzen die Seitenwände der Öffnungen zu glätten. Das wiederum sorgt für besseren Pastenauftrag.

Metalle sind nach dem Elektropolieren ausserdem korrosionsbeständiger. Beim Glätten der Oberfläche werden winzige Erhebungen und Vertiefungen entfernt, sodass bakterielle Verunreinigungen besser vermieden und die Teile noch einfacher effektiv sterilisiert werden können.

Elektropolieren senkt Reibungskoeffizienten medizinischer Instrumente

Das Elektropolieren ist auch für medizinische Instrumente wie Sagittalsägen und oszillierende Sägen empfehlenswert. Es senkt den Reibungskoeffizienten am Kontaktpunkt zwischen Sägeblatt und Gerätekörper. Damit wird die Sicherheit während des Betriebs verbessert und die Lebensdauer beider Komponenten verlängert.

Ein weiterer Vorteil elektropolierter Oberflächen ist ihre vollständige Passivierung. Elektropolieren von Edelstahl beispielsweise fördert die Konzentration von Chrom-/Nickelelementen in der passiven Schutzschicht auf der Oberfläche des Grundmetalls und verbessert so die Korrosionsbeständigkeit. Ausserdem lassen sich die ursprünglichen Spezifikationen des Edelstahls wiederherstellen, indem Fremdkörper, Ölrückstände und andere Verunreinigungen entfernt werden. Die Notwendigkeit eines weiteren Passivierungsschritts entfällt.

Precision Micro stellt das Elektropolierverfahren für eine breite Palette an Metallen bereit, von Edelstählen, Stählen mit niedrigem und hohem Kohlenstoffgehalt, Werkzeugstählen und Hochtemperaturlegierungen bis hin zu Aluminium, Kupfer usw. Bei zahlreichen Kundenanwendungen von sicherheitskritischen Motorkomponenten bis zu elektronischen Präzisionsteilen kommt die neue Elektropolierlinie bereits zum Einsatz. Weitere Anwendungen von medizinischen Präzisionsgeräten und -instrumenten bis hin zu architektonischen Anlagen sollen folgen.

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Über den Autor

Anne Richter

Anne Richter

Redaktorin SMM