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EMO Hannover 2019

EMO Preview bot spannende Tage in Hannover

| Redakteur: Benedikt Hofmann

Sehr angeregt diskutierten die Journalisten und Journalistinnen nach jeder Pitching-Runde mit den Ausstellern.
Sehr angeregt diskutierten die Journalisten und Journalistinnen nach jeder Pitching-Runde mit den Ausstellern. (Bild: Deutsche Messe)

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Im Vorfeld zur EMO Hannover 2019 fand am 03. und 04. Juli die EMO Preview statt. Schon zum zweiten Mal ermöglichte die Preview mehr als 80 Journalisten und Journalistinnen aus über 30 Ländern vorab einen Eindruck von der EMO Hannover, ihren Austellern und Besonderheiten zu bekommen.

Die zweitägige Veranstaltung hielt ein abwechslungsreiches Programm für Journalisten und Journalistinnen bereit. Auf dem Messegelände in Halle 19 bekamen die Teilnehmer einen Eindruck von den Inhalten, die auf der EMO Hannover im Fokus stehen werden. 38 Austeller aus neun Ländern stellten in 120 Sekunden im Rahmen eines Elevator-Pitches ihr Unternehmen vor. Mit kreativen Beiträgen konnten die Aussteller die Aufmerksamkeit der Journalisten und Journalistinnen auf sich ziehen. Danach folgten weitere Gespräche, Interviews und Austausch an den Ständen der Aussteller im Foyer. Die Entwicklungen der Industrie 4.0 und die Chancen und Hürden der Digitalisierung lagen hierbei besonders im Fokus.

Hürden und Chance von Industrie 4.0

Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des VDW, gab einen Vorgeschmack auf die Inhalte, die die EMO Hannover auch in diesem Jahr wieder zu einer Weltleitmesse machen. 2107 Aussteller aus 47 Ländern, so der aktuelle Anmeldestand, werden im September unter dem Motto „Smart technologies driving tomorrow’s production!“ ihre neusten Entwicklungen und Innovationen präsentieren. Im Vergleich zu 2017 stieg der Anteil asiatischer Aussteller von 21 auf 31 %. Die amerikanischen Aussteller liegen bei 4 %.

Auch thematisch treten neue Inhalte in den Vordergrund: Zum Thema Industrie 4.0 wird es auf der Messe einen eigenen Bereich in Halle 9 mit 31 Ausstellern geben. Das Trendforum „New Technologies – Future Opportunities“ und die Ländergemeinschaftsstände aus China, Taiwan und Frankreich bieten die Möglichkeit, Industrie 4.0 und Digitalisierung auf der EMO Hannover zu erleben. Dazu merkte Dr. Wilfried Schäfer an, dass der Kundennutzen entlang der Wertschöpfungskette Produktivität, Qualität und Flexibilität auch bei Entwicklungen der Digitalisierung und Industire 4.0 im Fokus bleibt. Intelligente Vernetzungen, die zu neuen Anwendungen wie Process Monitoring oder Predictive Maintenance auf der Basis von Smart Data und Datenanalyse mit Hilfe von Machine Learning führen, können nicht losgelöst vom Interesse der Kunden gedacht werden. Auch die standardisierte Schnittstellenlösung für die Werkzeugmaschinenindustrie Umati wird auf der EMO Hannover in einer Live-Realisierung an 50 Maschinen das Thema Industrie 4.0 aufgreifen.

Fachjournalisten und -journalistinnen aus aller Welt informierten sich am zweiten Previewtag im Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen an der Universität Hannover über die autonome Werkzeugmaschine.
Fachjournalisten und -journalistinnen aus aller Welt informierten sich am zweiten Previewtag im Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen an der Universität Hannover über die autonome Werkzeugmaschine. (Bild: Deutsche Messe)

Zu Additive Manufacturing bietet die EMO Hannover mit über 70 Ausstellern, einem eigenen Forum und einem Gemeinschaftsstand Additive Circle vielversprechende Einblicke. Start-ups werden auf einer 660 m² großen Ausstellungsfläche mit 34 Interessenten aus Deutschland, Großbritannien, Indien, Israel, Italien, Niederlanden, Schweiz und Tschechien vorgestellt.

In seiner Keynote berichtete Dr. Anselm Blocher vom Deutschen Institut für künstliche Intelligenz (DFKI) in Saarbrücken über Industrie 4.0: Hürden und Chancen in der realen Produktion. Schon 2011 war der Begriff Industrie 4.0 in der Diskussion und 2012 zum ersten Mal Thema auf der Hannover Messe. In seinem Vortrag beschrieb Blocher mögliche Anwendungen künstlicher Intelligenz in der Fertigung. „Künstliche Intelligenz kann sehr viel helfen in der realen Produktion. Industrie 4.0 ist ein Schlagwort, das weiterhin unbedingt mit Leben gefüllt werden muss“, so Blocher. Er betonte, dass die Gestaltung dieser Entwicklungen in der Verantwortung der Unternehmen liegt.

Das EMO-Logo war zur EMO World Tour in 34 Ländern unterwegs bevor es zur Preview nach Hannover reiste.
Das EMO-Logo war zur EMO World Tour in 34 Ländern unterwegs bevor es zur Preview nach Hannover reiste. (Bild: Deutsche Messe)

Besuch der Leibniz Universität gibt Ausblicke

Am zweiten Tag ging es für die Journalisten zur Leibniz Universität in Hannover. Der Besuch des Produktionstechnischem Zentrum (PZH) gab einen Einblick in die Forschung und Entwicklung des Instituts für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen. Auch hier stand das Thema Industrie 4.0 im Mittelpunkt. Die Frage nach den Auswirkungen der Entwicklungen auf die Arbeitsplätze beantwortet Dr.-Ing. Berend Dekana mit der verantwortungsvollen Aufgabe, den Menschen ihre Ängste zu nehmen. „Hierbei geht es um gesamtgesellschaftliche Lösungen. Ängste schüren gilt nicht!“

An fünf Stationen demonstrierten die Hannoveraner Wissenschaftler ihre Projekte zur autonomen Werkzeugmaschine.
An fünf Stationen demonstrierten die Hannoveraner Wissenschaftler ihre Projekte zur autonomen Werkzeugmaschine. (Bild: Deutsche Messe)

Im Anschluss gab es eine Führung durch das Forschungsfeld des Instituts. Dort wurde ein erster Eindruck von intelligenten, autonomen Maschinen vermittelt. Aufgeteilt in Gruppen konnten die Journalisten und Journalistinnen an fünf verschieden Stationen die Neuheiten anfassen und bestaunen. Vorgestellt wurden unter anderem die Anwendung von künstlicher Intelligenz zur Prozessüberwachung, Digitalisierung und Automatisierung des Reparaturprozesses von Turbinenschaufeln, die fühlende Werkzeugmaschine, die Anwendung des digitalen Zwillings in der autonomen Produktion und die Entwicklungen zu intelligenten Schleifprozessen. Auch Augmented Reality, die ähnlich funktioniert wie Pokemon-Go, sprich die Erweiterung der realen Welt durch virtuelle Elemente, wurde in ihrer Anwendung in der Qualitätskontrolle vorgestellt. Auf einem Tablet kann der Bearbeiter das Werkstück betrachten. Die Augmented Reality ermöglicht eine 3D- Visualisierung der Prozesskräfte, indem virtuelle Daten mit dem realen Sichtfeld verschmelzen.

In der abschließenden angeregten Diskussion wurden viele Fragen gestellt. Der allgemeine Eindruck: Der Besuch des Produktionstechnischem Zentrums bildete den perfekten Abschluss für eine spannende, anregende und informative EMO Preview 2019.

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