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Vernetzung für die Mobilitätswende

Energie, Mobilität und Datenverarbeitung richtig zusammenbringen

| Redakteur: Stéphane Itasse

E-Mobil-BW zeigt in seinem Pavillon auf der Hannover Messe 2018 das Zusammenspiel von Energie, Mobilität und Datenverarbeitung. Insgesamt sind 26 Aussteller dort vertreten.

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Die Elektromobilität benötigt auch eine saubere Energieversorgung sowie die richtige Datenverarbeitung.
Die Elektromobilität benötigt auch eine saubere Energieversorgung sowie die richtige Datenverarbeitung.
(Bild: EnBW)

Zu den Ausstellern zählen Softwareschmieden, Start-ups, KMUs, Universitäten und Forschungseinrichtungen, sowie Flugzeugbauer, Energieversorger und Zulieferer, wie die Landesagentur E-Mobil-BW GmbH mitteilt.

Mobilitätsindustrie muss sich neu erfinden

„Neue Technologien und Innovationen kraftvoll vorantreiben und gleichzeitig bestehende Kompetenzen und Produkte kontinuierlich verbessern. Mit dieser Strategie gestaltet Baden-Württemberg den Weg in ein neues klimafreundliches Mobilitätszeitalter“, sagt Franz Loogen Geschäftsführer der Landesagentur. Denn im Südwesten steht ein im weltweiten Vergleich bedeutender Standort der Fahrzeugindustrie vor der großen Herausforderung, sich gleich mehrmals neu zu erfinden, wie es in einer Mitteilung des Landesagentur heißt.

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Elektrifizierung des Autos ist nur ein Teil des Umbruchs

Die Elektrifizierung des einzelnen Fahrzeuges spiegelt dabei nur einen Teil des Transformationsprozesses wieder. Vernetzung und Automatisierung von Fahrzeugen, Logistik- und Mobilitätsdienstleistungen stellen ebenso große Umbrüche für Industrie, Energieversoger und Kommunen dar.

Baden-Württemberg bildet ein einzigartiges industrielles Ökosystem aus Unternehmen sowie Forschungsinstituten und Universitäten, das eine Innovationsbasis für die Vielfalt neuer Mobilitätssysteme und die notwendige Technik bietet: Forschungszentren für Batterie- und Wasserstofftechnologien, Anbieter von Smart-Grid-Technik, Entwickler von Car-2-X-Anwendungen, Maschinenbauer, Hersteller von Schlüsselkomponenten aber auch Lieferanten komplexer IKT-Strukturen für Flotten- und Ladeinfrastrukturmanagement zählen zu den Mitgliedern des von der E-Mobil-BW geleiteten „Cluster Elektromobilität Süd-West.“

Baden-Württemberg ist auch traditionell eines der stärksten Ausstellerländer der Hannover Messe. Der Baden-Württemberg-Pavillon selbst zeigt 2018 auf rund 600 m² Ausstellungsfläche, wie die Mobilitätswende in Wertschöpfung Made in Germany umgesetzt wird.

Mit seinen intelligenten Storaxe-Komplettsystemen zählt beispielsweise ADS Tec aus Nürtingen zu den technschen Marktführern von Hochleistungs-Batteriespeichersystemen für Privatanwender, Industrie, Elektromobilitätsnbieter und Energieversorger, wie die Landesagentur mitteilt. Als Weltneuheit stellt ADS Tec das speicherbasierte Schnellladesystem HPC (High Power Charger) mit bis zu 320-kW-Ladeleistung für den direkten Anschluss an das Niederspannungsnetz vor. Dabei dient ein Batteriesystem als Leistungspuffer und ermöglicht über die Schnellladesäule das Laden von mehreren Hundert Kilometern Reichweite in wenigen Minuten. Auch das Mini-Containersystem Power-Booster dient als dezentraler Leistungsverstärker und kann wie alle Storaxe-Batteriesysteme zudem Netzdienstleistungen übernehmen.

Stromversorger wird zum Energiedienstleister

Ein anderes Beispiel ist die EnBW Energie Baden-Württemberg AG, der größte Betreiber von Schnell-Ladeinfrastruktur in Deutschland. Der Energieversorger präsentiert auf dem Pavillon sein Spektrum an Ladesystemen und Services für eine vernetzte Energiezukunft: von intelligenten Mobilitätskonzepten über Angebote für Flottenbetreiber bis hin zu Smart-City-Systemen, die die Energieversorgung, Elektromobilität und schnelles Internet zu ganzheitlichen Offerten verbinden.

Baden-Württemberg-Pavillon der E-Mobil-BW GmbH auf der Hannover Messe 2018: Halle 27, Stand H75

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