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Fakuma 2008 Energie sparen mit elektrischen Spritzgießmaschinen

| Autor/ Redakteur: Josef Kraus / Josef-Martin Kraus

Hohe Energiepreise haben die Sensibilität der Kunststoffverarbeiter für energiesparende Techniken erhöht. Das zeigt sich zum Beispiel in der wachsenden Akzeptanz elektrischer Spritzgießmaschinen. Auf der Fakuma 2008 wollen die Spritzgießmaschinen-Hersteller diese Entwicklung mit günstigen Einstiegsmodellen forcieren.

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Viele Kunststoffverarbeiter werden sich auf der Fakuma 2008 über Energie sparende Techniken informieren. Vor zwei Jahren kamen knapp 40 000 Besucher auf die Messe. Bild: Schall-Messen
Viele Kunststoffverarbeiter werden sich auf der Fakuma 2008 über Energie sparende Techniken informieren. Vor zwei Jahren kamen knapp 40 000 Besucher auf die Messe. Bild: Schall-Messen
( Archiv: Vogel Business Media )

In Deutschland ist Energie vergleichsweise teuer. Jeder weitere Verteuerung verschärft daher für energieintensive Branchen wie die Kunststoffverarbeiter den Kampf um Marktanteile in Europa. Appelle an Politiker und Energieerzeuger bewirken nur wenig. Umso wichtiger ist es, energiesparende Techniken einzusetzen, wie die Fakuma 2008 zeigen wird, die 19. Internationale Fachmesse für Kunststoffverarbeitung in Friedrichshafen.

Ansätze dazu sehen die knapp 1600 dort ausstellenden Unternehmen in nahezu allen Prozessen der Verarbeitungskette: von der Rohstoffaufbereitung bis zur Formteilherstellung. Darauf deuten viele der angekündigten Innovationen. Insbesondere Maschinenbauer werden laut Messeveranstalter „diesbezüglich interessante Lösungen“ präsentieren. Ein wesentlicher Schritt zur Energieeinsparung bei Spritzgießmaschinen liegt für sie in der Anwendung elektrischer Antriebe. Im ersten Quartal 2008 hatten elektrische Spritzgießmaschinen einen Marktanteil von 14% in Europa – Tendenz steigend, wie der Spritzgießmaschinen-Hersteller Krauss-Maffei registriert – insbesondere bei kleineren Spritzgießmaschinen. Bei dieser Entwicklung will der Münchener Maschinenhersteller künftig „eine bedeutende Rolle“ spielen.

Krauss-Maffei präsentiert Früchte deutsch-japanischer Zusammenarbeit

So präsentiert Krauss-Maffei auf der Fakuma 2008 die elektrische Spritzgießmaschine AX. Bei dieser Maschine wurde nicht die etablierte Zwei-Platten-Technik umgesetzt, sondern eine Fünf-Punkt-Schließeinheit installiert. Grund dafür ist die Marktpositionierung der Maschine. Auf der Messe wird sie als günstiges Einstiegsmodell zum Spritzgießen auf elektrischen Maschinen präsentiert – und als Ergebnis einer deutsch-japanischen Zusammenarbeit. So war mit Toshiba Machine ein japanischer Maschinenhersteller an der Entwicklung beteiligt. Von Toshiba Machine wird künftig die Grundmechanik des Kniebel-Schließsystems geliefert. Alles andere ist „Made in Germany“, die Anforderungen europäischer Spritzgießer würden erfüllt.

Zu den Anforderungen gehören verfahrenstechnisch ein großes Ausstattungspaket, steuerungstechnisch ein hoher Bedienkomfort mit Touch-Screen und Roboterintegration, energetisch reibungsarme Führungen für die bewegliche Spannplatte der Werkzeugschließeinheit. Immer häufiger wird auch die Rückführung von Bremsenergie ins elektrische Netz ermöglicht.

Das ist bei den Spritzgießmaschinen El-Exis und Int-Elect der Demag Plastics Group, Schweig, bereits seit Jahren der Fall. Daran hat auch der Zusammenschluss mit dem japanischen Maschinenhersteller Sumitomo nichts geändert. Seitdem ist die Plattformstrategie von Demag die maschinelle Konzeptionsbasis für Sumitomo-Demag in Europa, mit Integration der Antriebs- und Einspritztechnik des japanischen Herstellers.

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