Umformtechnik Energieeffiziente Produktion wird Realität

Autor / Redakteur: Dietmar Kuhn / Dietmar Kuhn

Deutschland ist arm an natürlichen Ressourcen. Deshalb ist ein besonderer Umgang mit diesen Ressourcen gefordert. Allein die Industrie verbraucht hierzulande etwa 40% der Gesamtenergie für sich. Das ist zuviel. Eine Studie des Fraunhofer-Instituts hat das Potenzial für Ressourceneinsparungen im produzierenden Gewerbe analysiert und erste Schritte zur energieeffizienten Produktion formuliert.

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Jeder spürt es monatlich an seiner Stromabrechung – Energie wird immer teurer. Was teuer ist, das gilt im allgemeinen auch als wertvoll und damit als selten. Und so ist Energie eine der wichtigen und seltenen Quellen der Zukunft. Sowohl die privaten Haushalte als auch die Industrie müssen sich deshalb ganz schnell gute Lösungen einfallen lassen, um diesem Problem entgegenzuwirken. Dies wissen auch die Politiker des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) in Berlin und haben deshalb beim Fraunhofer-Institut eine Studie zur energieeffizienten Produktion in Auftrag gegeben.

Dort ist sie bereits Chefsache, um die sich Fraunhofer-Präsident Prof. Dr.-Ing. Hans-Jörg Bullinger selbst kümmert. „Das Potenzial für Materialeinsparungen in der Fertigung ist enorm. Die Herausforderungen bei der Herstellung beispielsweise von Karosserieteilen ist es wie auch anderswo, so wenig Ausschuss wie möglich zu produzieren. Unser Motto für die Zukunft muss deshalb lauten: Maximale Wertschöpfung aus minimalen Ressourcen“, bekennt er.

Energieeffizient ist noch nicht in allen Köpfen

Obwohl die Fraunhofer-Studie festgestellt hat, dass nur ein Drittel der im Rahmen der Studie befragten Unternehmen über Ansätze zu einer systematischen Bewertung der Ressourceneffizienz und zur Optimierung von Produktionsabläufen verfügt, ist Bullinger sicher, dass in der gesamten industriellen Produktion mittelfristig Energieeinsparungen von 25 bis 30% möglich sind. Allein für die in der Untersuchung betrachteten Produktionsklassen, diese wurden in „hochwertige Investitionsgüter“, „hochwertige Konsumgüter“ und Massenkonsumgüter eingeteilt, ergab sich ein Energieeinsparpotenzial von zirka 210 PJ (Petajoule) pro Jahr. Dies entspricht in etwa der Hälfte des Stromverbrauchs der privaten Haushalte in Deutschland oder der Leistung von vier Kraftwerken mit je 1,4 GW (Gigawatt).

Um dieses Einsparpotenzial jedoch auszuschöpfen, besteht ein weiterer dringender Forschungs- und Handlungsbedarf unter Mithilfe des produzierenden Gewerbes. Dafür hat die Fraunhofer-Gesellschaft folgende Schwerpunkte manifestiert: Energie- und Materialeffizienz durch Steigerung der Prozessstabilität, Energie- und Materialeffizienz in mechanischen, thermischen und chemischen Fertigungsprozessen und -systemen, geschlossene Ressourcenkreisläufe beziehungsweise Ressourcenvernetzung in Prozessketten und Systemen, verlustfreier Infrastrukturbetrieb von Produktionsanlagen und Fabriken sowie Methodenentwicklung für eine nachhaltige Energie- und Materialwirtschaft.

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