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Eon

Energiekonzern möchte durch Kommunikation Ängste abbauen

| Redakteur: Frank Fladerer

Kommunikation soll im Mittelpunkt des Auftrittes des Energieversorgers Eon auf der Hannover-Messe 2008 stehen. „Über unser Unternehmen wird immer wieder gestritten, zum Beispiel wenn es um den Bau von neuen Kraftwerken geht. Deshalb wollen wir rausgehen und mit den Menschen ins Gespräch kommen“, erklärt Andreas Brandtner, Leiter der Unternehmenskommunikation bei Eon-Kraftwerke.

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Der Energieriese Eon möchte mit den Menschen ins Gespräch kommen: Dr. Ingo Luge, Vorsitzender der Geschäftsführung von Eon-Kraftwerke (l.), und Erich Steiner, Vorsitzender der Geschäftsführung von Eon-Kernkraftwerke (r.). Bild: Fladerer
Der Energieriese Eon möchte mit den Menschen ins Gespräch kommen: Dr. Ingo Luge, Vorsitzender der Geschäftsführung von Eon-Kraftwerke (l.), und Erich Steiner, Vorsitzender der Geschäftsführung von Eon-Kernkraftwerke (r.). Bild: Fladerer
( Archiv: Vogel Business Media )

Nach Informationen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hat Eon derzeit zehn Kraftwerke im Bau oder in Planung. Ein weiterhin aktueller Trend ist dabei die Steigerung des Wirkungsgrades. „Wir bauen in Wilhelmshaven unser Kraftwerk 50 plus — das soll das effizienteste Kohlekraftwerk der Welt werden“, sagt Brandtner. Ein Schlüssel zur Steigerung des Wirkungsgrades ist der Einsatz von Hochtemperaturtechnik. Dabei wird die Eintrittstemperatur des Dampfes in die Dampfturbine auf 700 °C erhöht, was zugleich andere Materialien erfordert, als in der konventionellen Kraftwerkstechnik bislang üblich.

Kraftwerke sollen effizienter werden

„Wir stehen derzeit erst am Anfang der Entwicklung, wollen diese Technik aber dazu einsetzen, um die Kraftwerke effizienter zu machen“, sagt Brandtner. Einsatzreif solle die Hochtemperaturtechnik zwischen 2017 und 2020 sein.

Zum Portfolio des Energiegiganten gehören außer konventionellen und Atomkraftwerken auch regenerative Kraftwerke. Derzeit ist ein Gezeitenkraftwerk im Bau, das 2011 in Betrieb gehen soll.

Nach Brandtners Aussage hat Eon in den vergangenen Jahren 6 Mrd. Euro in den Ausbau regenerativer Energie investiert, vor allem in Windkraftwerke. Zusammen mit der RWTH Aachen betreibt das Unternehmen Grundlagenforschung auf dem Gebiet.

Energiekonzern lädt zu Diskussionen ein

Entsprechend dem Kommunikationsansatz von Eon ist der Messestand aufgebaut: Die 800 m2 des Standes erinnern an eine antike Agora. Säulen säumen einen Platz, der mit Sitzwürfeln und Informationen zu den Angeboten des Unternehmens versehen ist. Jeden Tag finden Diskussionen und Vorträge statt.

Am Dienstag, 22. April 2008, geht es um den Energieträger Kohle. Unter anderem ist um 12 Uhr eine „Pro & Contra“-Diskussion geplant: „Kohle: Klimakiller oder Basisenergie“. Um 16 Uhr wird das Konzept des Kraftwerks 50 plus vorgestellt. Der Mittwoch steht im Zeichen der Kernkraft, Donnerstag geht es um Zukunftstechniken.

Eon AG, Halle 13, Stand C40

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