Repräsentative Umfrage

Energiesektor sieht in KI großes Potenzial, nutzt es aber kaum

| Redakteur: B.A. Sebastian Hofmann

Eine Mehrheit der deutschen Energieunternehmen geht davon aus, dass sich KI positiv auf die Energiewende auswirken wird. Allerdings machen sich nur die wenigsten die Technologie auch zunutze.

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Schöne neue Welt: Mit KI-Algorithmen ließen sich im Energiesektor umfangreiche Einsparpotenziale ausheben. Allerdings macht sich die Branche die Technologie kaum zunutze.
Schöne neue Welt: Mit KI-Algorithmen ließen sich im Energiesektor umfangreiche Einsparpotenziale ausheben. Allerdings macht sich die Branche die Technologie kaum zunutze.
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Drei von vier Energieunternehmen in Deutschland sehen im Einsatz von Künstlicher Intelligenz erhebliche Chancen für die Energiewende – das zeigt eine repräsentative Umfrage der Deutschen Energie-agentur (Dena). Relevant wird die Technologie den Befragten zufolge vor allem bei der intelligenten Optimierung des Energiesystems und beim Zusammenwachsen der Sektoren Strom, Wärme und Verkehr. Auch für die Bereiche Smart City, Mobilität und Energieeffizienz sehen sie KI als besonders vielversprechend an.

Umso überraschender: Weniger als jeder Zehnte hat bislang in KI investiert. Nur ein Bruchteil (13 %) verfügt über eine konkrete Strategie, wie die Technik eingesetzt werden soll. Mangelndes Wissen über KI sehen viele als wesentliche Hürde. Nur etwa ein Fünftel der Umfrageteilnehmer fühlt sich gut zu KI-Themen informiert.

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Eine Verbesserung verspricht sich der Dena-Vorsitzende Andreas Kuhlmann von einer stärkeren Vernetzung innerhalb der Branche: „Partnerschaften zwischen etablierten Akteuren und Start-ups können die Verbreitung von KI im Energiesektor beschleunigen.“ Zusätzlich brauche man eine Ausbildungsoffensive für IT-Fachkräfte. „Der Fokus bei der weiteren Debatte über die Nutzung von KI sollte auf konkreten Anwendungsfällen liegen“, so Kuhlmann weiter. „Fortschritt braucht eine Richtung.“

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