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Sensorik Engineering streckt Fühler zur Sensorik aus

Redakteur: Udo Schnell

Aucotec und Endress+Hauser kooperieren für Industrie 4.0-gerechte Vernetzung.

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Direkt aus der Bearbeitung von jedem Engineering-Dokument ins W@M-Portal von Endress und Hauser.
Direkt aus der Bearbeitung von jedem Engineering-Dokument ins W@M-Portal von Endress und Hauser.
(Bild: Aucotec/Endress+Hauser)

Engineering/Sensorik – us. In Kooperation mit Endress+Hauser hat die Aucotec AG jetzt eine online-Verbindung vom Engineering zu den aktuellen Geräteinformationen des Messtechnik-Herstellers geschaffen. Wie Aucotec mitteilt, haben Nutzer des Softwaresystems Engineering Base (EB) damit direkten Zugriff auf Daten zum gesamten Lebenszyklus ihrer verbauten Messgeräte, zum Beispiel auf Anleitungen, Zertifikate, Instandsetzungs- und Kalibrierprotokolle.

Wie Aucotec weiter ausführt, stellt Endress+Hauser die Informationen in seinem W@M Life Cycle Management-Portal zur Verfügung. Rund 24 Mio. Geräte seien dort hinterlegt. Der Anwender gelange mit einem Klick auf ein bestimmtes Gerät in EB, egal ob in einer Liste oder Grafik, schnell und unmittelbar zum Portal und könne zum Beispiel vergleichen, ob die Kalibrierung seines Sensors mit der ursprünglich bestellten übereinstimme oder ob es logistische oder anwendungsbezogene Hintergrundinformationen zu dem Sensor gebe. Er könne aber auch Informationen zu seinen Assets im Portal ergänzen, etwa Parametrierdaten hinterlegen und auf ein Ersatzgerät übertragen. Oder er ordere schnell ein passendes Nachfolgegerät.

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Keine individuelle Programmierung nötig

Aucotec sorgt für die Verlinkung von EB mit dem Portal. Aufgrund der Dreischicht-Architektur der kooperativen Engineering-Plattform war die Kopplung „so einfach und schnell lösbar wie mit keinem anderen System“, wie Prozess-Manager Andreas Schiefelbein von Endress+Hauser berichtet. Die Anbindung an Webservices funktioniere in EB quasi mit „Bordmitteln“, es seien keine individuellen .Net/VBA-Programmierungen nötig, erklärt Norbert Ott, Produktmanager bei Aucotec. Der jeweilige Anwender müsse nur die Referenz zwischen der Seriennummer und seinem Anlagen-Asset pflegen, „mehr Aufwand ist es nicht!“, so Schiefelbein.

In einer Anlage können den Angaben zufolge mehrere Zehntausend Messgeräte verbaut sein. Aufgrund des direkten Zugangs werden doppelte Datenpflege und -haltung überflüssig, Audits seien deutlich einfacher handhabbar, weil alle Bescheinigungen online verfügbar seien, Papierablagen und langes Suchen gehörten der Vergangenheit an. Das verringere Engineering-Zeiten, beschleunigt Beschaffungsprozesse und steigert die Betriebszeiten.

Vernetzung erhöht Produktivität

Die Online-Kopplung von Engineering und Hersteller-Informationen soll bereits 2018 bei einem großen, international agierenden Anlagenbetreiber aus Süddeutschland zum Einsatz kommen, heißt es weiter. Dabei besitzt jeder Sensor, auch wenn er mit derselben Katalognummer mehrfach verbaut wurde, eine eigene sogenannte „Instanz“, die im Portal eine eigene Seite hat. „Wir haben hier für den Kunden eine typische Industrie-4.0-gerechte Vernetzung erreicht, die die Produktivität erhöht und Ausfallzeiten verringert“, sind sich die Partner einig.

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