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Beteiligungen Engineering und Maschinenbau sind Finanzinvestors Lieblinge

| Redakteur: Jürgen Schreier

Köln (js) – Das Private-Equity-Geschäft ist längst zum unverzichtbaren Instrument der Unternehmensfinanzierung geworden. Gemessen an der Branche gehören die Bereiche Engineering und Maschinenbau nach einer aktuellen Studie des Einkaufsdienstleisters Inverto AG zu den beliebtesten Investitionszielen von Private-Equity-Gesellschaften.

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Das Beteiligungskapital fließt vor allem in gut geführte mittelständische Indus-trieunternehmen mit etablierter Marktposition, sicheren Erträgen und guten Produkten. Auch „operative Perlen“ wie Unternehmen mit Ertragsproblemen, aber gesundem Geschäftskern sowie Unternehmen mit ungelöster Nachfolge sind für Finanzinvestoren attraktiv. 88% der von Inverto befragten Private-Equity-Firmen investieren in der Reifephase, 54% in der Wachstumsphase. Nur ein Viertel engagiert sich bei Restrukturierungen. Start-ups (8%) sind die Ausnahme.

Investoren sind bei den Branchen flexibel

Zwar wecken zur Zeit vor allem Mittelständler das Interesse der Investoren – gefragt nach der geplanten Branchenausrichtung der Beteiligungsunternehmen, zeigten sich Investoren wenig festgelegt: „Es wird alles gemacht, sobald sich eine gute Chance bietet“, so ein Befragungsteilnehmer. Favorit für ein aktuelles und zukünftiges Engagement ist die Engineering-Sparte mit 75% der Nennungen. Den Maschinenbau nannten 58%.

Die befragten Private-Equity-Gesellschaften haben eine mittel- bis langfristige Geschäftsstrategie: Drei Viertel der Investitionen werden über einen Zeitraum bis zu fünf Jahren begleitet, ein Viertel bindet sich sogar noch länger, und bei 75 % der Befragten gibt es keinen von vornherein festgelegten Ausstiegszeitpunkt.

Befragt nach der Höhe der durchschnittlichen Enterprise Values pro Investment gaben 63% der Entscheider ein Volumen zwischen 50 und 500 Mio. Euro an, ein Viertel der Befragten nannte einen Enterprise Value von bis zu 50 Mio. Euro, ein weiteres Viertel lag über 500 Mio. Euro. Das Mittelfeld dominiert.

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