Forschung Enorme Chancen

Redakteur: Nadine Schweitzer

Aus der Sicht großer Forschungsorganisationen können nachhaltige Technologien nur in Kooperation entwickelt und eingeführt werden.

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Die multimodalen Näherungssensoren machen die Kooperation zwischen Mensch und Roboter sicherer.
Die multimodalen Näherungssensoren machen die Kooperation zwischen Mensch und Roboter sicherer.
(Bild: KIT – Karlsruher Institut für Technologie)

Für das Karlsruher Institut für Technologie, das KIT, ist die Sache klar. „Die Energiewende und Industrie 4.0 sind zwei große Bausteine eines umfassenden Wandels, der uns vor erhebliche Herausforderungen stellt. Gleichzeitig ergeben sich enorme Chancen für positive und nachhaltige Entwicklungen in Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt“, sagt Prof. Dr.-Ing. Holger Hanselka, der Präsident des KIT.

„Um diese Bausteine sinnvoll zusammenzufügen“, so Prof. Hanselka weiter, „brauchen wir passende Technologien. Diese zu entwickeln und einzuführen, kann nur in enger Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft gelingen.“

Als einen Beitrag des KIT, der Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft, zu diesem Entwicklungs- und Koordinationsprojekt sieht Hanselka die erneute Beteiligung des Instituts an der Hannover Messe mit zahlreichen Projekten: etwa zu intelligenten Sensoren, zum Stromnetz der Zukunft oder zu innovativen Energiespeichern und Antrieben.

Die am KIT oft in Kooperation mit Unternehmen entwickelten Technologien, Verfahren und Konzepte werden im Rahmen der Leitmesse „Research & Technology“ – Halle 2, Stand B16 – und der Leitmesse „Energy“ – Halle 27, Stand K51 – vorgestellt. Das Projekt zur Entwicklung multimodaler Sensoren für Industrieroboter ist bereits am Sonntag, dem 22. April 2018, einen Tag vor dem eigentlichen Messebeginn, im Rahmen einer Highlight-Tour präsentiert und dadurch besonders hervorgehoben worden.

Mit der Entwicklung der Sensoren reagierte das Institut auf die Schwächen der bisher an Greifern und Robotern verwendeten Sensoren, die in der Regel monomodal sind, entweder Bewegungen bei der Annäherung eines Objekts oder durch Berührung in Form von Druck erkennen. Die neuen Sensoren können beides gleichzeitig und – so das KIT – ergänzen dadurch Kameras ideal.

Mit diesen kapazitiven taktilen Näherungssensoren (TNS) lassen sich dem KIT zufolge Flexibilität und Agilität und die Betriebssicherheit in der automatisierten Produktion deutlich erhöhen. Die Sensoren würden Menschen auch erkennen, wenn Kameras verdeckt oder durch ungünstige Lichtverhältnisse beeinträchtigt seien.

KIT - Karlsruher Institut für Technologie auf der Hannover Messe: Halle 2, Stand B16.

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