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EMAF Entscheiderforum für Automatisierung

| Redakteur: Alexander Strutzke

Manager, Fertigungsleiter und Entscheider aus dem Engineering-Bereich diskutierten beim ersten European Manufacturing and Automation Forum (EMAF) in Frankfurt über die Trends in der Fertigungsautomatisierung. In Vorträgen stellten Fachleute Automatisierungssysteme und Collaborative-Manufacturing-Konzepte vor, mit denen sich Produktionsprozesse optimieren und Produktivitätsgewinne erzielen lassen.

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Dr. Olaf Sauer, Leiter Control System Architectures des Fraunhofer-Instituts für Informations- und Datenverarbeitung IITB: „Zukünftig wird es diese Trennung zwischen Manufacturing IT und Digital Factory nicht mehr geben.“ Bild: Strutzke
Dr. Olaf Sauer, Leiter Control System Architectures des Fraunhofer-Instituts für Informations- und Datenverarbeitung IITB: „Zukünftig wird es diese Trennung zwischen Manufacturing IT und Digital Factory nicht mehr geben.“ Bild: Strutzke
( Archiv: Vogel Business Media )

In seiner Eröffnungsrede stellte Jim Caie, Vizepräsident der ARC Advisory Group, heraus, dass die so genannte intelligente Fertigung ein revolutionäres Konzept sei. Dieses gebe den Herstellern einen Rahmen, um Automation, Wissen und Intelligenz in den Produktionsabläufen, dem Fertigungsequipment und bei den Mitarbeitern auf neue Ebenen zu bringen. Caie betonte, dass intelligente Fertigung von Konzepten, wie der digitalen Fabrik und Product Lifecycle Management (PLM), unterstützt werden müsse.

In einer weiteren Keynote Speech erläuterte Dr. Jörg-Oliver Vogt, Senior Business Consultant bei der T-Systems Enterprise Services GmbH, wie Globalisierung und erhöhter Konkurrenzdruck die etablierten Firmen zwingen, ihre Geschäftsziele und -prozesse zu ändern. Er führte aus, dass die vorhandene IT-Infrastruktur oft nicht flexibel genug ist, um die neuen Herausforderungen anzugehen.

IT verbessert Informationsaustausch zwischen Fertigung und MES

Weil jedoch Firmen in der Regel nicht auf der „grünen Wiese“ ihre IT-Infrastruktur planen können, müsse die vorhandene, meist komplexe IT-Landschaft ausgewechselt werden, ohne erfolgskritische, unstabile Phasen entstehen zu lassen. Moderne IT-Architekturen könnten jedoch den Informationsaustausch zwischen der Fertigungslinie und übergeordneten Manufacturing Execution Systems (MES) optimieren.

Dr. Olaf Sauer, Leiter Control System Architectures des Fraunhofer-Instituts für Informations- und Datenverarbeitung IITB, sprach über die Integration der beiden Konzepte MES und diigtale Fabrik. Obwohl MES die gesamte Fertigungslinie mit allen Prozessen in einem Leitsystem sichtbar machen, besteht immer noch eine Lücke zwischen Planung und Betrieb.

Trennung zwischen Manufacturing IT und Digitaler Fabrik wird entfallen

Sauer prognostiziert: „Zukünftig wird es diese Trennung zwischen Manufacturing IT und Digital Factory, wie sie auch hier bei den EMAF-Vortragsthemen noch gemacht wird, nicht mehr geben.“ Ziel der digitalen Fabrik sei es, zukünftige Systeme zu planen, zu testen und zu optimieren, bevor sie gebaut werden.

Die große Anzahl an Daten, die in diesem Prozess erzeugt werden, könnte später in der Produktion wiederverwendet werden; meist werden diese Daten heute jedoch noch ignoriert. Ziel müsse daher sein, eine Brücke zwischen MES und digitaler Fabrik, also zwischen Planung und Betrieb der Fertigung zu bauen.

Das European Manufacturing Automation Forum wurde gemeinsam von der ARC Advisory Group und MM Maschinenmarkt veranstaltet.

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