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AMC auf der Intec 2017 Entwurfsmodell für Automatisierungssysteme verbindet Tradition mit Innovation

| Redakteur: Mag. Victoria Sonnenberg

Industrie 4.0 steht für eine höhere Flexibilität und Wandlungsfähigkeit aber auch dafür, traditionelle und bewährte Konzepte zu hinterfragen und grundsätzlich neue Lösungsansätze zu entwickeln. AMC präsentiert auf der Intec 2017 seinen Beitrag zu Industrie 4.0.

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Dr. Frank Neubert ist Geschäftsführer der AMC - Analytik & Messtechnik GmbH Chemnitz.
Dr. Frank Neubert ist Geschäftsführer der AMC - Analytik & Messtechnik GmbH Chemnitz.
(Bild: AMC)

Die unter dem Begriff Industrie 4.0 zusammengefassten Entwicklungen zur durchgehenden Digitalisierung von Produktionsabläufen führen jetzt schon zu einer hohen Flexibilität und Wandlungsfähigkeit, zu Ressourceneffizienz und Ergonomie der Produktion sowie zur durchgängigen Integration von Kunden und Geschäftspartnern in Wertschöpfungsprozessen. Sie betreffen vor allem den Maschinen- und Anlagenbau sowie die Produktionslogistik und müssen den Anforderungen einer starken Individualisierung der Produkte unter den Bedingungen einer hoch flexibilisierten Produktion gerecht werden.

Spannungsfeld bestehender Anlagen und Neuinvestitionen

In diesem Umfeld steht die Automatisierungstechnik vor der Herausforderung, im Spannungsfeld zwischen dem Investitionsschutz bestehender Anlagen und Neuinvestitionen in die Zukunft innovative Lösungen zu entwickeln, die unter den Bedingungen ständig steigenden Wettbewerbsdrucks der Märkte zukunftsfähig bleiben.

Das bedeutet, traditionelle und bewährte Konzepte zu hinterfragen und grundsätzlich neue Lösungsansätze zu entwickeln. So werden zum Beispiel die an der Automatisierungspyramide angelehnten hierarchischen Systemkonzepte zunehmend von dezentralen, flexiblen Strukturen abgelöst. Für das „Industrielle Internet der Dinge (IIoT)“ spielen die Entwicklung intelligenter Sensorik, dezentraler, vorgelagerter Rechnersysteme (Edge- beziehungsweise Fog-Computer) sowie die Umsetzung sicherer und zuverlässiger Kommunikationssysteme, insbesondere über drahtlose Kanäle, eine wesentliche Rolle.

Qulität bestimmt den langfristigen Nutzen

Entscheidend für den langfristigen Nutzen eines Automatisierungssystems wird zunehmend die Qualität seines Entwurfes. Während alle profilierten Hersteller von Geräten und Komponenten für die Automatisierungstechnik in hohem Tempo neue Produkte auf den Markt bringen, gibt es aktuell noch immer keinen allgemeinen Ansatz für den Entwurf der über Internet verbundenen Teilsysteme Prozess, Maschine, Abteilung, Standort in Cyber-Physischen Systemen (CPS) unter den Bedingungen oft weltweiter Vernetzung.

Ein erstes, bereits erfolgreich getestetes Entwurfsmodell für Automatisierungssysteme der neuen Generation stellt die AMC GmbH auf der Messe Intec 2017 in Leipzig vor. Dieser Ansatz beruht auf dem Referenzarchitekturmodell RAMI4.0 der nationalen Normungsgremien, enthält die bisherige Automatisierungspyramide als Untermenge und ist skalierbar von einfachen Prüfaufgaben bis zu kompletten Fertigungsabläufen.

Komponenten, Systeme und komplette Lösungen für die Mess-, Prüf- und Automatisierungstechnik sind das Kompetenzfeld der AMC –Analytik & Messtechnik GmbH Chemnitz. Seit nunmehr fast 27 Jahren werden diese erfolgreich in vielen anspruchsvollen Anwendungen im Maschinen-, Anlagen- und Fahrzeugbau, in der Energietechnik und Grundstoffindustrie, im Hochtechnologiebereich sowie in Forschung und Ausbildung eingesetzt. Mit dem neuen Entwurfsansatz werden die Traditionen nun mit den innovativen Entwicklungen für die Zukunft verbunden.

Steuerungen mit direkter Webanbindung

All diese Innovationen führen mittelfristig zu einer deutlichen Verbesserung des Verhältnisses von Leistung und Kosten einer Automatisierungslösung bei einem Funktionszuwachs von oft erheblicher Größenordnung. So setzt die AMC GmbH beispielsweise Steuerungen mit direkter Webanbindung, hochpräzise und schnelle Messtechnik, Verzahnung der Bereiche Robotik, Bildverarbeitung und Steuerung mit Datenbanken und Netzwerken in den Bereichen Maschinenüberwachung, in der Lasertechnik und Optronik sowie in der Prüftechnik und Qualitätssicherung erfolgreich ein.

Industrielle Netzwerkkomponenten, M2M-fähige Datenerfassungs- und Steuerungsmodule sowie Embedded Box IPC und andere industrielle Computersysteme mit integrierter Eigenüberwachung werden als Komponenten für z.B. intelligente Gateways zwischen Maschinen, Anlagen und Systemen bereits mit Erfolg eingesetzt. Auch Anwendungen zur Cloud-basierten Messdatenerfassung wie zum Beispiel die AMC-Lösung „Senso Master32“ gehören zum Portfolio.

AMC verfolgt diese Orientierung unter dem Leitmotto „Advanced Measurement and Control“ nunmehr bereits seit über 5 Jahren in enger Partnerschaft mit namhaften internationalen Herstellern und wird damit den Anforderungen eines zunehmend globalisierten Marktes gerecht. So werden nicht nur viele strategische Projekte mit Partnern der Wirtschaftsregion Mitteldeutschland erfolgreich bearbeitet, sondern in verstärktem Maße auch innerhalb der Europäischen Union, der skandinavischen Länder und Osteuropas. Den steigenden Bedarf an hochqualifizierten Fachkräften sichert das Unternehmen dabei durch ein hohes Engagement in der Ausbildung junger Menschen ab, insbesondere im Rahmen des dualen Bildungssystems. Im Verständnis der Mitarbeiter der AMC GmbH ist deshalb die Integration fachlicher Kompetenz mit sozialer Verantwortung und Nachhaltigkeit in der Bearbeitung kundenspezifischer Lösungen eine wesentliche Grundlage für den Erfolg in innovativen Technologien und Anwendungen der Automatisierung für das Zeitalter der Industrie 4.0.

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