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M+E-Forum

Erfolgreich entwickeln und produzieren in Deutschland

09.12.2008 | Autor / Redakteur: Martin Sonneck / Jürgen Schreier

Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer vom CAR – Center Automotive Research der Universität Duisburg-Esssen warnt davor, die vielen innovativen mittelständischen Unternehmen im Zulieferbereich jetzt im Stich zu lassen. „Diese wertvollen Unternehmen müssen unterstützt werden, da ist auch die Politik gefordert.“
Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer vom CAR – Center Automotive Research der Universität Duisburg-Esssen warnt davor, die vielen innovativen mittelständischen Unternehmen im Zulieferbereich jetzt im Stich zu lassen. „Diese wertvollen Unternehmen müssen unterstützt werden, da ist auch die Politik gefordert.“

Erfolgreich entwickeln und produzieren am Standort Deutschland: Geht das überhaupt noch? Antworten auf diese Schicksalsfrage versuchte das diesjährige M+E-Forum in München zu geben – eine Veranstaltung des Bayerischen Unternehmensverbandes Metall und Elektro (BayME) und des Verbandes der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie (VBM).

Der Druck auf den Industriestandort Deutschland nimmt weiter zu. Faktoren, wie die wachsende Internationalisierung und die Auswirkungen der Finanzkrise, stellen viele Branchen vor große Herausforderungen. Die Frage nach Lösungsansätzen trieb Teilnehmer und Referenten auf der zweitägigen Veranstaltung um.

Randolf Rodenstock, Präsident von BayME – Bayerischer Unternehmensverband Metall und Elektro und VBM – Verband der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie, verwies in seiner Auftaktrede darauf, dass die Branche in den letzten Jahren deutlich an Wettbewerbsfähigkeit gewonnen habe. „Die Betriebe haben sich zum Teil einschneidenden Rationalisierungs- und Umstrukturierungsmaßnahmen unterzogen. Es sind neue und bessere Produkte entstanden, auch die Rahmenbedingungen für erfolgreiches Wirtschaften haben sich verbessert.“ Allerdings habe sich im Zuge des weltweiten Abschwungs die Metall- und Elektrokonjunktur in jüngster Zeit rasant verschlechtert und über drei Viertel der M+E-Betriebe müssten Auftragsrückgänge oder gar Stornierungen hinnehmen.

Sein Appell an die Teilnehmer in dieser Situation: „Den Unternehmen rate ich, kontinuierlich auf Produkt- sowie Prozessinnovationen zu setzen und die Chancen der Globalisierung zu nutzen.“ Zudem sei der Staat aufgerufen, den Reformweg weiter zu gehen. „Wir brauchen eine Politik, die konsequent auf Wachstum und Beschäftigung ausgerichtet ist und gerade jetzt noch stärker Investitionen anschiebt. Das heißt, dass speziell in Infrastruktur, Bildung, Forschung und Entwicklung investiert wird und Unternehmen und Arbeitnehmer dauerhaft entlastet werden.“

Effektivität und Effizienz als entscheidende Parameter

Was die Unternehmen tun können, um den Herausforderungen der Zukunft gerecht zu werden, verdeut-lichten die Referenten anhand ihrer Best Practices, wie zum Beispiel Ernst Baumann, langjähriges Vorstandsmitglied für Personal- und Sozialwesen der BMW AG, München, der in seinem Vortrag verdeutlichte, dass es in Deutschland die Menschen sind, auf die es ankommt.

So beschäftigt BMW drei Viertel der Mitarbeiter am Standort Deutschland, obwohl rund 80% der Fahrzeuge nicht in Deutschland verkauft werden. Das entscheidende Wirkpaar, um am Standort Deutschland wettbewerbsfähig zu entwickeln und zur produzieren, lautet für das Unternehmen: Effektivität und Effizienz. „Wir müssen uns vom Wettbewerb differenzieren, das heißt, wir müssen effektiv sein.“

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