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Forschungsförderung

Erfolgreich fördern

| Autor / Redakteur: Alexander Völkert / Robert Horn

Forschung von ABB in Polen
Forschung von ABB in Polen (Bild: Ralf Baumgarten)

In einem sind sich alle einig: Forschen ist der wichtigste Garant für wirtschaftlichen Erfolg. Allerdings ist eine systematische Forschung leichter gesagt als getan. Die großen Mittelständler des Maschinen- und Anlagenbaus holen sich Unterstützung aus der Förderpolitik, verlangen allerdings nach steuerpolitischen Optimierungen. Ganz anders sieht es bei den KMU aus.

Wie steht es um das Thema Förderung in der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt und der größten innerhalb der EU? Wie geht man als kleines oder mittleres Unternehmen (KMU) vor? An wen kann man sich wenden, um Förderung zu prüfen und zu erhalten?

„Richtig ist, dass Bund und Länder eine Vielzahl an Fördermaßnahmen anbieten. Ein einheitlicher, klar strukturierter Außenauftritt fehlt“, sagt Hartmut Rauen. Er ist stellvertretender Hauptgeschäftsführer beim VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer).

Die aktuelle Förderstruktur sei komplex und vermutlich in Teilen auch redundant. Eine kritische Bestandsaufnahme in Bund und Ländern sei hier erforderlich. Vor allem kleinere Unternehmen hätten es da oft schwer, den Durchblick zu behalten. Dennoch: Für undurchdringbar hält Rauen den Förder­dschungel nicht. „Die Förderberatung ,Forschung und Innovation' des Bundes sorgt hier für mehr Orientierung“, erläutert er. Auch der VDMA biete mit seinen Infotagen Hilfe an. „Wir informieren regelmäßig über neue Förderprogramme und bringen potenzielle Projektpartner aus dem Maschinenbau und der Wissenschaft zusammen“, sagt Rauen.

Keine Frage der Größe

Unternehmerischer Mut, Weitblick und Aufgeschlossenheit für neue Ideen dürften keine Frage der Unternehmensgröße sein, sagt die Förderberatung des Bundes. Gleichwohl seien die Risiken von Forschung und Innovation nicht leicht zu tragen – gerade für kleine und mittelständische Unternehmen. Und gerade diesen Nachteil will sie ausgleichen und Entwicklungspotenziale erschließen. „Um Ihr Innovationsmanagement zu professionalisieren, können Sie Unterstützung erhalten. Wenn Sie neue Ideen für innovative Produkte, Verfahren und Dienstleistungen ausarbeiten und bewerten möchten, können Sie dabei gefördert werden“, heißt es in ihrem Wegweiser für kleine und mittlere Unternehmen. Im Abschnitt „Wie Förderung gelingt“ findet sich eine Checkliste, in der Projektidee und -ziel, Umsetzung und Verwertung genauer erläutert werden.

  • Wozu soll geforscht und entwickelt werden?
  • Wer wird forschen (das Unternehmen allein oder mit Partnern)?
  • Wie groß ist das Unternehmen?
  • Welcher Branche oder Technologie gehört das Unternehmen an?
  • Wofür genau wird die Unterstützung benötigt?
  • Wie viel Geld wird benötigt?

Die Förderberatung „Forschung und Innovation“ des Bundes gibt Auskunft über die Bandbreite des Förderangebotes und über die Partner, die vor Ort in den Ländern unterstützen. Gerade weil es auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene eine Vielzahl von Förderangeboten gebe, sei ein Anruf oder eine E-Mail in jedem Fall ein richtiger erster Weg.

Rund um das Thema Innovationsförderung informierten ebenfalls Innovationsagenturen, Förderbanken, Industrie- und Handelskammern sowie Clusterorganisationen in der Region, schreibt die Beratungsstelle in ihrem Ratgeber. Bei den Förderprogrammen gibt es wiederum sowohl jede Menge branchen- beziehungsweise fachspezifische Programme als auch technologieoffene Angebote. Die zwei Programme KMU Innovativ und ZIM (Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand) sind gute Beispiele dafür.

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