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Henkel und Borealis

Erfolgreiche Reanimateure für Kunststoffe

| Redakteur: Peter Königsreuther

Henkel und Borealis haben es geschafft eine Klebstoffflasche zu entwickeln, die komplett aus dem Rezyklat von Post-Consumer-Kunststoffabfällen besteht (PCR). Der Beweis, dass die geschlossene Kreislaufwirschaft im Verpackungsbereich funktionieren kann.

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Erfolgreich in den Markt gestartet: Diese Kunststoffflasche für Klebstoff besteht aus zu 100 % aus rezykliertem Post-Consumer-Kunststoffabfall. Entwickelt wurde sie im Rahmen einer Kooperation von Henkel und Borealis. Ein, wie es heißt, prägendes Beispiel für eine Verpackung, die der Forderung nach lückenloser Kreislaufwirtschaft voll entspricht.
Erfolgreich in den Markt gestartet: Diese Kunststoffflasche für Klebstoff besteht aus zu 100 % aus rezykliertem Post-Consumer-Kunststoffabfall. Entwickelt wurde sie im Rahmen einer Kooperation von Henkel und Borealis. Ein, wie es heißt, prägendes Beispiel für eine Verpackung, die der Forderung nach lückenloser Kreislaufwirtschaft voll entspricht.
(Bild: Stephan Buerger / Henkel)

Borealis, ein führender Anbieter innovativer Lösungen für die Bereiche Polyolefine, Basischemikalien und Pflanzennährstoffe, gibt den erfolgreichen Marktstart einer neuen Verpackung bekannt. Diese bestehe zu 100 % aus Post-Consumer-Rezyklaten (PCR = aus Haushaltsabfall hergestellte Kunststoffe). Diese als nachhaltig geltende Verpackungsidee wurde in enger Zusammenarbeit mit dem deutschen Produzenten von Konsum- und Industriegütern Henkel sowie zwei weiteren Partnern aus der Wertschöpfungskette entwickelt, heißt es weiter. Das beweise, dass die mtm plastics GmbH, ein Teil der Borealis Gruppe, dabei hilft, Kunststoffe im Hinblick auf die Kreislaufwirtschaft zu verbessern. Die Einführung der PCR-Flasche sei von wesentlicher Bedeutung für die Konsumgüterindustrie: ihre Robustheit unterstreiche, dass sich Kunststoffrezyklate in der Tat auch für viele anspruchsvolle Verpackungen eignen – in diesem Fall sehr offensichtlich für eine bekannte Klebstoffmarke aus dem Hause Henkel.

Auch die Düse der Flasche ist aus PCR

Eine Erfolgsgeschichte, die aus dieser Reise mit mtm hervorgegangen ist, stellt laut Borealis das vor kurzem abgeschlossenes Pilotprojekt mit Henkel dar, einem weltweit führenden Anbieter für Klebstoffe, Dichtstoffe und funktionale Beschichtungen. Die Unternehmen arbeiteten an der Entwicklung einer neuen Verpackungslösung auf Basis von Recyclingmaterial für Flaschen und Verschlüsse des „Made at Home“-Allzweckklebers, den Henkel unter seiner bekannten Marke „Pattex“ vertreibt. Das Ziel war es, neuwertiges Kunststoffmaterial, das üblicherweise für diese Art von Verpackung verwendet wird, durch ein rezyklatbasiertes Polymer zu ersetzen. Dieses musste allerdings die unterschiedlichen Anforderungen an Materialien, die zur Verpackung von Klebstoffprodukten eingesetzt werden, erfüllen.

Nach der umfassenden gemeinsamen Anwendungsentwicklung wurde eine neue Flasche aus dem unternehmenseigenen Produkt „Purpolen PE“ entwickelt, einem hochwertigen Polyethylen-Regranulat, das von mtm am Standort in Niedergebra, Deutschland hergestellt wird. Die Produktion der Flaschen übernahm ein Partner aus der Wertschöpfungskette, KKT Kaller-Kunststofftechnik GmbH, ein Kunststoffverarbeiter aus Deutschland. Für die drei einzelnen Bestandteile der verstellbaren Auftragsdüse, die sowohl für filigranes als auch für großflächiges Kleben verwendet werden kann, wurde „Purpolen PP“ ausgewählt, ein hochwertiges Polypropylen-Regranulat, das von mtm produziert wird. Die Spritzdüsen wurden vom deutschen Kunststoffkomponenten-Hersteller bomo trendline Technik GmbH gefertigt.

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