Stromspeicherung Erneuerbare Energien erfordern neue Pumpspeicherkraftwerke

Redakteur: Stéphane Itasse

Für die Integration der erneuerbaren Energien in Deutschland muss die Stromspeicherkapazität erhöht werden, fordert die Deutsche Energie-Agentur Dena am Montag in Berlin. Stromspeicher hätten eine große energiewirtschaftliche Bedeutung, weil sie Strom aus schwankenden Quellen wie Wind- und Sonnenkraft ins Netz integrieren und die Sicherheit der Energieversorgung in Deutschland erhöhen.

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Deshalb befürwortet die Dena den geplanten Bau eines neuen Pumpspeicherwerks im Südschwarzwald. Das gehe aus einem Gutachten hervor, das die Dena im Auftrag der für den Bau verantwortlichen Schluchseewerk AG erstellt hat. Das Gutachten untersuche die Bedeutung von Pumpspeichern und anderer Stromspeicher für die Integration der erneuerbaren Energien in die Stromversorgung.

Pumpspeicherkraftwerke machen Windenergie und Solarstrom besser nutzbar

Am Beispiel des geplanten Pumpspeicherwerks Atdorf werden die Vorteile konkret berechnet, heißt es in der Mitteilung. Mit einer Leistung von 1400 MW könne Atdorf zwischen 2020 und 2030 insgesamt bis zu 3,7 Mrd. kWh an zeitweise überschüssigem Strom zusätzlich nutzbar machen. Das entspreche etwa 8% der Strommenge, die alle Wind- und Solaranlagen in Deutschland im Jahr 2009 erzeugt haben.

Die volkswirtschaftlichen Kosten der Stromerzeugung kann Atdorf um über 20 Mio. Euro pro Jahr reduzieren, indem es Strom ins Netz einspeist, wenn er knapp ist, wie die Dena berichtet. Hinzu kämen CO2-Einsparungen, wenn das Pumpspeicherwerk die Erzeugung in fossilen Kraftwerken ersetzt.

Pumpspeicherkraftwerke günstiger als Druckluft-, Wasserstoff- oder Batteriespeicher

„Deutschland braucht Stromspeicher“, sagt der Vorsitzende der Dena-Geschäftsführung Stephan Kohler. Wind- und Solaranlagen würden sich nicht danach richten, wann Strom genutzt wird, sondern wann der Wind weht oder die Sonne scheint. Pumpspeicherwerke seien auf absehbare Zeit die flexibelste, effizienteste und wirtschaftlichste Speicherform. Gleichzeitig müsse die Entwicklung von Druckluft-, Wasserstoff- und Batteriespeichern vorangetrieben werden.

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