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Industrie 4.0

Erneuter CIM-Aufguss oder tatsächliche (R-)Evolution?

| Autor: Stefanie Michel

Zukunftsvision: Die Fabrik per Handy-App steuern.
Bildergalerie: 2 Bilder
Zukunftsvision: Die Fabrik per Handy-App steuern. (Bild: Fraunhofer-IAO)

Ohne IT und Software wäre die Umsetzung von Industrie 4.0 nicht möglich – das ist allen Beteiligten bewusst. Die Weichen für die Zusammenarbeit der betreffenden Branchen sind gestellt. Es gibt aber viel zu tun, um einen erneuten Mißerfolg wie CIM zu vermeiden, wie Netzausbau oder Standards schaffen.

Vernetzung ist eines der Kernthemen von Industrie 4.0 und damit ist auch die ITK- und Softwarebranche diesem Trend sehr eng verbunden. Immer mehr Technologien aus der IT, wie Datenübertragung per Funk oder an Smartphones angelehnte Bedienkonzepte, kommen in Produktionsumgebungen zum Einsatz.

Live-Webcast mit Dr. Jochen Köckler, Vorstandsmitglied der Deutschen Messe, zum Thema „Integrated Industry“

IT und Verbände arbeiten bei Industrie 4.0 bereits zusammen

Die Bedeutung der IT für Industrie 4.0 haben alle Verbände bereits erkannt: der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (Bitkom) selbst hat Anfang 2013 einen neuen Kompetenzbereich eingerichtet und Anfang Februar haben Bitkom, VDMA und ZVEI beschlossen, eine gemeinsame Geschäftsstelle unter dem Namen „Plattform Industrie 4.0“ zu gründen. ZVEI-Präsident Friedhelm Loh ist zuversichtlich: „Die führende Position der deutschen Industrie auf dem Gebiet der softwareintensiven eingebetteten Systeme gilt es zu nutzen, um den nächsten Schritt zum Internet der Dinge und Dienste im industriellen Umfeld erfolgreich zu gestalten.“

Cyber-physische Systeme (CPS) sollen in Zukunft die Produktion beherrschen und über das Internet-Protokoll (IP) miteinander kommunizieren – das Internet der Dinge hält also Einzug in die Fabriken und macht zentrale Steuerungen überflüssig. Gab es so etwas ähnliches mit CIM (computer-integrated manufacturing) nicht schon einmal? Damals scheiterte das Modell einfach daran, dass die Technik noch nicht verfügbar war.

Bis 2020 werden 50 Mrd. „Dinge“ mit dem Internet verbunden sein

Heute sind sowohl auf IT- als auch auf Automatisierungsseite die entsprechenden Voraussetzungen vorhanden und die Technologien bereits im Einsatz. Deshalb glauben auch Softwarehersteller an die Idee von Industrie 4.0. Michael Sauter Country Manager Zentraleuropa bei PTC: „Bis zum Jahr 2020 werden voraussichtlich mehr als 50 Mrd. „Dinge“ mit dem Internet verbunden sein – vom Smartphone über den Fernseher und den Kühlschrank bis zu zahllosen Sensoren und Maschinen in der industriellen Produktion. Das sogenannte Internet der Dinge wird Industrien wie die Energie-, die Gesundheits- oder die Logistikbranche von Grund auf verändern.“

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