VDMA Konjunkturprognose Erst Stagnation, dann leichtes Wachstum

Autor / Redakteur: Ulrich Schamari / Robert Horn

Am 5. Oktober hat der VDMA seine Prognose für das kommende Jahr bekannt gegeben. Der Verband rechnet trotz vieler Schwierigkeiten mit einem leichtem Produktionszuwachs für 2017. Sorge bereitet dem Verband ein mögliches Scheitern von TTIP und CETA.

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Die Proteste gegen TTIP und CETA sorgen beim VDMA für wachsende Besorgnis.
Die Proteste gegen TTIP und CETA sorgen beim VDMA für wachsende Besorgnis.
(Bild: 250.000 protest against TTIP and CETA / Creative Commons cc by-sa 3.0 DE / BY-SA 2.0)

In diesem Jahr Nullwachstum und im kommenden 1 % Plus – das sind die Vor-aussagen des Maschinenbauverbands VDMA für die reale Produktion. Wie Chefvolkswirt Ralph Wiechers in Frankfurt angesichts zunehmend schwieriger – von Konflikten und Krisen heimgesuchter - Auslandsmärkte mahnte, gebe es andererseits auch positive Effekte, die man nicht zu gering schätzen sollte.

„Diese haben uns auch letztlich dazu bewogen, ein leichtes Plus für 2017 zu prognostizieren“, stellte er fest. So sei in Deutschland zu beobachten, dass Investitionen – wenn auch sehr zögerlich und sehr ausgesucht – leicht in Gang kämen. Man könne also davon ausgehen, dass die Ausrüstungsinvestitionen im kommenden Jahr steigen werden, wenn auch der Aufschwung eher verhalten ausfallen dürfte. Doch irgendwann stünden halt notwendige Investitionen zur Modernisierung des Maschinenparks an. Zudem erwarte der VDMA, dass die wirt-schaftliche Erholung in der EU und auch in den USA wieder an Fahrt gewinne.

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In den beiden großen Regionen konnte man zuletzt eine temporäre Verlangsamung des Wirtschaftswachstums sehen. „Wir gehen davon aus, dass diese im nächsten Jahr überwunden wird“, äußerte Wiechers. Für die Lage des deutschen Maschinenbaus sei auch sicherlich nicht unwichtig, dass man hinsichtlich der BRIC-Staaten – ins-besondere Russland und Brasilien – erhoffen könne, die Abwärtsbewegung bei den Exporten zu stoppen.

Indien schafft die Kehrtwende

Indien habe eine solche Entwicklung bereits hinter sich: Nach einem vorübergehenden leichten Rückgang des Imports deutscher Maschinen legte dieser im vergangenen Jahr schon wieder kräftig zu. Eine große Unbekannte sei allerdings China. Hier sehe man aktuell weiterhin eine rückläufige Nachfrage nach Maschinen aus deutscher Produktion. Das gelte nicht unbedingt für die Produktion deutscher Maschinenbauer in China, obwohl jüngst eine Umfrage bei chinesischen Tochtergesellschaften doch eine gewisse Zurückhaltung gezeigt habe, was die Einschätzung der Zukunft betreffe.

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