Suchen

Photovoltaik

Erstes autarkes Photovoltaik-System in Baden-Württemberg

| Redakteur: Victoria Sonnenberg

Die Teamtechnik-Gruppe realisierte unlängst eine innovative Lösung für die Elektromobilität. An ihrem Hauptsitz in Freiberg baute sie ein autark arbeitendes Photovoltaik-System mit Speicherbatterie.

Firmen zum Thema

Symbolisch wurde das erste autark arbeitende Photovoltaik-System mit Speicherbatterie in Baden-Württemberg bei Teamtechnik mit dem Zerschneiden eines roten Bandes eröffnet. Von links: Stefan Roßkopf, Geschäftsführer der Teamtechnik Maschinen und Anlagen GmbH, Franz Untersteller, Umweltminister Baden-Württemberg und Fang Guoqiang, Bürgermeister von Changzhou, einer Region in China, in der zwei Niederlassungen von Teamtechnik ansässig sind.
Symbolisch wurde das erste autark arbeitende Photovoltaik-System mit Speicherbatterie in Baden-Württemberg bei Teamtechnik mit dem Zerschneiden eines roten Bandes eröffnet. Von links: Stefan Roßkopf, Geschäftsführer der Teamtechnik Maschinen und Anlagen GmbH, Franz Untersteller, Umweltminister Baden-Württemberg und Fang Guoqiang, Bürgermeister von Changzhou, einer Region in China, in der zwei Niederlassungen von Teamtechnik ansässig sind.
(Bild: Teamtechnik)

Mit dem aus der Sonne erzeugten Strom wird das Unternehmen in Zukunft Elektrotankstellen auf dem Betriebsgelände versorgen und Teile des Energiebedarfs der Produktion decken. In Anwesenheit von Franz Untersteller, Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes Baden-Württemberg, wurde die Anlage am 24.04.2013 eingeweiht. Mit dabei waren auch Partner aus China: „Warum wir das Projekt in Verbindung mit dem Wachstumsmarkt China vorstellen? Weil Elektromotoren und China eng zusammengehören“, eröffnet Stefan Roßkopf, Geschäftsführer der Teamtechnik-Gruppe, das Programm.

Das weltweit schnellste einspurige Springer-System produzierte die Module

Auf dem Dach einer ihrer Produktionshallen in Freiberg installierte Teamtechnik eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 85 kW. Sie besteht aus 345 Solarmodulen der neuesten Generation mit einer Leistung von 250 Watt pro Modul. Produziert wurden die Module auf Teamtechnik-Anlagen, den Angaben zufolge derzeit schnellsten einspurigen Stringer-Systemen der Welt. „Wir verstehen uns als das Unternehmen für innovative Lösungen. Unternehmen mit hoher Technologiekompetenz müssen die Umsetzung der Energiewende vorantreiben. Deshalb bündeln wir unser internes Know-how mit dem unserer Partner, um zu zeigen, wie E-Mobility gelingen kann“, erklärt Roßkopf weiter. Das freiberger Unternehmen ist Mitglied im Spitzencluster Elektromobilität Südwest und unterstreicht mit diesem Projekt seine Innovationsführerschaft in der Verbindung von Photovoltaik mit Elektromobilität.

Bildergalerie

Bildergalerie mit 6 Bildern

Die Großbatterie von Gildemeister versorgt wetterunabhängig die Elektrotankstelle

Die Photovoltaik-Dachanlage wurde mit einer Hochleistungs-Speicherbatterie mit einer Ladekapazität von 100 kWh kombiniert. Die stationäre Großbatterie aus dem System Cell Cube von Gildemeister versorgt sicher und wetterunabhängig eine Elektrotankstelle, an der zunächst zwei Elektro-Smarts des Fuhrparks mit Strom betankt werden. Ende des Jahres kommt ein BMW i3 hinzu. Auch alle Teamtechnik-Mitarbeiter, die sich privat für ein Elektrofahrzeug entschieden haben, können ihren Wagen dort ab sofort kostenlos aufladen. Die Ladesäulen sind mit vier Steckdosen ausgerüstet und können mehrere Elektrofahrzeuge gleichzeitig beladen. „Anlage und Batterie sind so konzipiert, dass uns durchgehend Energie zur Verfügung steht – selbst wenn mehrere Tage hintereinander die Sonneneinstrahlung nur sehr gering ist“, erläutert Stefan Roßkopf und fügt hinzu: „Mit diesem Projekt möchten wir auch zeigen, wie Elektromobiltät in Betriebsabläufe und den privaten Alltag integriert werden kann und damit das Vertrauen in Fahrzeuge mit dieser neuen Antriebstechnik erhöhen.“

Mit dem selbst gewonnenen Solarstrom deckt der Hersteller auch einen Teil des Energiebedarfs in der Produktion. Entstehen Überschüsse, werden sie in das Netz eingespeist. Ob die Solarenergie an Ladesäule, Gebäude, Batterie oder Netz verteilt wird, steuert eine ebenfalls neu entwickelte Software-Lösung. Sie dirigiert den Strom bedarfsgerecht zu den unterschiedlichen Stationen, heißt es.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 39355370)