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Automatica 2016

Es boomt in München

| Autor: Simone Käfer

Die Automatisierungs- und Robotikbranche versammelte sich letzte Woche in München, um ihre neuesten Entwicklungen dem Markt zu zeigen. Die besten kürte der MM MaschinenMarkt mit dem Automatica-Award.

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Festo lockte die Messebesucher mit 30 g leichten Schmetterlingen an den Stand. Die Aussage des Unternehmens dazu: „Wir können Leichtbau!”
Festo lockte die Messebesucher mit 30 g leichten Schmetterlingen an den Stand. Die Aussage des Unternehmens dazu: „Wir können Leichtbau!”
(Bild: Simone Käfer)

Sie hat sich mal wieder selbst getoppt. Mit 839 Ausstellern profitierte die diesjährige Automatica vom Robotic-Boom. Selbst die unangenehme Hitze am ersten und die schönen Sonnenstunden an den folgenden Tagen konnten die Besucher nicht abhalten, auch sie stürmten die klimatisierten Hallen. Das wundert Falk Senger, Geschäftsführer des Veranstalters Messe München, gar nicht. Denn „Roboter sind die Protagonisten von Industrie 4.0“, deklamierte er gleich zum Auftakt der Messe. Dabei stützt er sich auf die Anfang des Monats veröffentlichte Umfrage der Automatica, in der 83 % der Befragten Entscheider aus Industriebranchen angaben, sie hielten Roboter für eine Schlüsseltechnik von Industrie 4.0.

Auch über die Anwesenheit vieler chinesischer Unternehmen und Besucher zeigte Senger sich stolz, schließlich sei China einer der bedeutendsten Zukunftsmärkte für Robotik.

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Auszeichnung für Innovationen

Sieben MM-Awards wurden dieses Jahr an Aussteller der Messe verliehen. Die Kriterien, denen sie sich stellen mussten, waren der technische Innovationsgrad des Produkts, sein Nutzen für Industrie und Umwelt – und für die Gesellschaft, schließlich stellten sich auch Serviceroboter der Jury – sowie die Wirtschaftlichkeit für den Endanwender. Viele spannende, innovative Produkte bewarben sich, der Kampf um die begehrte Auszeichnung war hart. Doch schlussendlich standen die Sieger fest.

In der Kategorie Industrieroboter überzeugte der kleine UR3 von Universal Robots unter anderem mit seiner schnellen Amortisationszeit. Der Lynx von Omron Adept bestach allein schon in seiner Eigenschaft als komplett autonom fahrendes Transportsystem in der Kategorie Serviceroboter. Schunk gehört bereits zu den Platzhirschen der Handhabung & Greiftechnik. Doch mit dem Award für seinen MRK-tauglichen Greifer Co-act Gripper JL 1 kann das Unternehmen ein zusätzliches Zeichen setzen.

In der Kategorie Montage gewann Fibro Läpple. Sein Portalroboter mit Nahtversiegelung automatisiert das Versiegeln und spart so zahlreiche Handarbeitsplätze ein. Das Advintec 6D Laser Measurement von Leoni protect cabel systems überzeugte durch eine Inline-Messung ohne Hilfen und Referenzen.

Frequenzumrichter und Fertigungslinie

Weil ein energierückspeisender Frequenzumrichter ohne Zwischenkreis nicht nur gut für den Endanwender ist, sondern auch noch das Netz sauber hält, gewann der U1000 von Yaskawa in der Kategorie Antriebs- & Steuerungstechnik. Aufgrund des hohen Innovationsgrades wurde für die modular aufgebaute Fertigungslinie von Bosch Rexroth eine neue Kategorie eröffnet. Die Linie ist komplett vernetzt, inklusive Cloud-Anbindung, und kann bei Rüstzeit 0 Losgröße 1 produzieren. MM

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Über den Autor

Simone Käfer

Simone Käfer

Redakteurin für Additive Fertigung, Werkstoffe und Materialfluss, Vogel Communications Group