Ethernet Ethernet-Kommunikation über Remote-Racks

Redakteur: Peter Königsreuther

Schneider Electric erweitert die Ethernetkommunikation der Plantstruxure-Architektur auf die RIO-Racks (Remote I/O) der speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS) Modicon-Quantum was einige Vorteile bringen soll.

Anbieter zum Thema

Einfacher Kommunizieren, verspricht die Ethernet-Anbindung für RIO-Racks von Schneider. (Bild: Schneider)
Einfacher Kommunizieren, verspricht die Ethernet-Anbindung für RIO-Racks von Schneider. (Bild: Schneider)

Von der Erweiterung der Ethernet-Kommunikation auf die Racks profitiert der Anwender laut Schneider von der Möglichkeit, die Racks der Quantum-Serie – neben den anderen Plantstruxure-Komponenten – mit einem standardisierten Kommunikationsprotokoll anzubinden. Zum Betrieb der RIO-Racks über die Ethernetverbindung ist dann keine spezielle Software nötig, was die Programmierung erleichtert, wie Schneider zu verstehen gibt. Die anfälligen und teuren Koaxialverbindungen sollen damit der Vergangenheit angehören.

Vereinfachte Inbetriebnahme

Mit Ethernet setzt Schneider Electric auf ein standardisiertes Kommunikationsprotokoll. Für Anwender sinken die Infrastrukturkosten, da die Technologie im Industriebereich weit verbreitet ist, beschreibt Schneider. Frequenzumrichter, Sensoren oder Motorabgänge von Drittanbietern können daher in die Produktionsanlage integriert und mit der Modicon-Quantum angesteuert werden. Das sei flexibler als die Verwendung proprietärer Netzwerkprotokolle, heißt es. Zudem erspare sich der Nutzer den Einsatz von Spezialisten, denn für den Aufbau der Infrastruktur werden nur noch RJ-45-Kabel zusammengesteckt, die preiswerter und deutlich weniger anfällig sind als die Koaxiallkabel-Variante.

Höhere Ausfallsicherheit

Dank Ethernet können Konstrukteure mit den RIO-Racks, auf denen RIO-Koppler mit integriertem 2-Port-Switch, Stromversorgung und I/O-Karten sitzen, eine Ring-Konfiguration bilden und so die Redundanz der Produktionsanlage erhöhen, so die Erklärung. Denn das RST-Protokoll (Rapid Spanning Tree Protocol) der Ethernet-Verbindung garantiere bei Unterbrechung der Ringstruktur eine Wiederherstellung der Kommunikationsverbindungen binnen weniger als 50 Millisekunden. Die Wartung wird ebenfalls einfacher: über den Ethernet-Service-Port an den RIO-Racks können Nutzer ein Programmiergerät anschließen und Komponenten wie I/O-Karten oder CPU (Central Processing Unit) mit gängigen Ethernet-Tools wie Connexview, Hivision oder Wireshark warten und so Ausfällen frühzeitig vorbeugen.

Unkomplizierte Programmierung

Zum Betrieb der RIO-Racks über die Ethernet-Verbindung ist keine spezielle Software notwendig, wie Schneider betont. Dafür gibt es eine vorkonfigurierte RSTP-Funktion für das Protokoll der Verbindung die in die Programmier-Software Unity Pro integriert wurde. Das vereinfacht die Implementierung der Ethernet-Kommunikation. Zudem konfigurieren Anwender ihre SPS-Architektur online mit der Change-Configuration-On-The-Fly-Funktion (CCOTF). Das ermögliche die Anpassungen des Systems, ohne dass die Anlage dazu abgeschaltet werden muss.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

(ID:32292780)