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Energieeffizienz

EU-Motorenverordnung spart 38 Mrd. Kilowattstunden ein

| Redakteur: Jürgen Schreier

Seit dem 16. Juni 2011 dürfen in der Europäischen Union nur noch Elektromotoren in Verkehr gebracht werden, die mindestens der internationalen Energieeffizienzklasse IE2 entsprechen. Nach Berechnungen des ZVEI ließen sich allein in Deutschland 38 Mrd. Kilowattstunden durch den intelligenten Einsatz elektrischer Antriebstechnik in Industrie, Gewerbe und öffentlichen Einrichtungen einsparen.

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Dr. Klaus Mittelbach, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung: "Die deutschen und europäischen Motoren- und Antriebshersteller der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie begrüßen diese Verordnung. Sie gibt sowohl den Herstellern als auch den Anwendern Planungssicherheit." (Bild: ZVEI)
Dr. Klaus Mittelbach, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung: "Die deutschen und europäischen Motoren- und Antriebshersteller der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie begrüßen diese Verordnung. Sie gibt sowohl den Herstellern als auch den Anwendern Planungssicherheit." (Bild: ZVEI)

In der Europäischen Union dürfen ab sofort nur noch Elektromotoren in Verkehr gebracht werden, die mindestens der internationalen Energieeffizienzklasse IE2 entsprechen. Die EU-Kommission erlässt damit die erste Stufe der EU-Motorenverordnung M640/2009. Ziel ist es, die Energieeffizienz von Elektroantrieben zu steigern.

16 Kraftwerksblöcke der 400 Megawattklasse könnten eingespart werden

Allein in Deutschland ließen sich 38 Mrd. Kilowattstunden durch den intelligenten Einsatz elektrischer Antriebstechnik in Industrie, Gewerbe und öffentlichen Einrichtungen einsparen. Würden alle in Deutschland installierten Antriebe mit Energiesparmotoren und bei Bedarf mit elektronischen Antriebsregelungen ausgerüstet, ergäbe sich ein Energiesparpotenzial, das der Stromerzeugung von 16 Kraftwerksblöcken der 400 Megawattklasse entspricht.

Um dieses Potenzial auszuschöpfen, hat die Kommission im Rahmen der EUP-Richtlinie die Verordnung über energieeffiziente Drehstrom-Normmotoren und elektrische Antriebe erlassen. „Die deutschen und europäischen Motoren- und Antriebshersteller der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie begrüßen diese Verordnung. Sie gibt sowohl den Herstellern als auch den Anwendern Planungssicherheit", sagt Dr. Klaus Mittelbach, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung. Weltweit sei die neue Verordnung wegweisend, da sie erstmals auch intelligente Antriebssysteme, das heißt Elektromotoren mit elektronischer Drehzahlregelung, einschließe.

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