Suchen

Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e. V.

EU-Strategie zum Recyceln von Kunststoff erfährt positive Resonanz

| Redakteur: Peter Königsreuther

Die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e. V. begrüßt, wie es heißt, die Initiative der Europäischen Kommission zur Entwicklung einer Strategie für das Kunststoffrecycling in Europa, ausdrücklich. In dieser ausführlichen Stellungnahme zu der am 16. Januar veröffentlichten EU Plastics Strategy erklärt man warum.

Firmen zum Thema

EU will Müllberge breitflächig abtragen und legt neuen Fokus aufs Recycling: Die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e. V., betont, dass man die Initiative der Europäischen Kommission in der eine Strategie für die Kunststoffindustrie in Europa entwickelt werden soll, absolut begrüßt.
EU will Müllberge breitflächig abtragen und legt neuen Fokus aufs Recycling: Die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e. V., betont, dass man die Initiative der Europäischen Kommission in der eine Strategie für die Kunststoffindustrie in Europa entwickelt werden soll, absolut begrüßt.
( Bild: IK )

Das recyclinggerechte Design sowie die Erhöhung der Rezyklatanteile seien für die Kunststoffverpackungsindustrie die beiden zentralen Elemente der weit reichenden EU Plastics Strategy. Auch die Bekämpfung des weltweiten Littering liege im Interesse der Industrie, um die Zukunftsfähigkeit nachhaltiger Kunststoffprodukte zu gewährleisten.„Positiv bewerten wir vor allem die Tatsache, dass die Kommission eine Strategie formuliert hat, die politische Entscheidungsträger, die gesamte Wertschöpfungskette und Konsumenten gleichermaßen berücksichtigt und in die Pflicht nimmt“, so IK-Hauptgeschäftsführer Dr. Jürgen Bruder. „Mit ihrer freiwilligen Selbstverpflichtung setzt die Kunststoffindustrie politische Umweltziele der Plastics Strategy um.“ Viele der genannten Forderungen stünden im Einklang mit der Position der IK. In Deutschland sind laut IK einige der geforderten Maßnahmen sogar bereits umgesetzt oder werden in naher Zukunft etwa im Rahmen des neuen Verpackungsgesetzes Wirklichkeit.

Deutsche Kunststoffindustrie muss Vorbild bleiben

Die Plastics Strategy formuliere das politische Ziel, dass im Jahr 2030 alle Kunststoffverpackungen recyclingfähig oder wiederverwendbar sein sollen und fordert von der Industrie ebenso ambitionierte und konkrete freiwillige Selbstverpflichtungen. Als Mitglied der unterzeichnenden Verbände European Plastics Converters (EuPC), Petcore Europe und Polyolefin Circular Economy Platform (PCEP) unterstützt die IK die ebenfalls am 16. Januar veröffentlichte freiwillige Selbstverpflichtung der Kunststoffindustrie als wichtigen Impuls zur Umsetzung der Plastics Strategy, wie es weiter heißt. Dieses Streben beinhalte konkrete Quotenziele für die Recyclingfähigkeit und Mehrwegnutzung für die Meilensteine 2020, 2030 und 2040. Eine besondere Bedeutung komme den Verpackungen aus Polypropylen und Polyethylen (Polyolefinen) zu, die mit circa 70 % den Löwenanteil am Kunststoffverpackungsmarkt in Europa ausmachen. Hier noch ein Vergleich der IK: In Deutschland seien bereits drei Viertel aller Kunststoffverpackungen recyclingfähig. Und über 50 % der auf den deutschen Markt gebrachten Kunststoffverpackungen für den privaten Endverbraucher würden schon wieder verwertet.

Das Recycling der Zukunft im Visier

Die Forderungen der Plastics Strategy zum Ausbau des Recyclings sehe man bei der IK als Chance für Deutschland und Europa, um die eigene Kreislaufwirtschaft unter ökologischen und ökonomischen Aspekten weiter zu stärken. Schließlich tragen recycelte Kunststoffe zur Ressourceneffizienz bei, betonen die Experten. Das spare Kosten und erweitere die Lieferantenbasis für die Verpackungshersteller. Die Industrie investiert deshalb auch in Forschung, Entwicklung und Produktion. „Potenziale zum weiteren Einsatz von Rezyklaten sehen wir vor allem bei Konsumverpackungen im Non-Food-Bereich sowie bei Industrieverpackungen“, merkt Dr. Bruder an. Dabei seien die Einsatzmöglichkeiten bei Weitem noch nicht ausgeschöpft. Momentan allerdings hemmen die mangelnde Qualität und Verfügbarkeit des Recyclingmaterials das möglichen Einsatzvolumen wieder aufbereiteter Kunststoffe. Auch der Verbraucher spiele in diesem Stück eine wichtige Rolle: insbesondere bei der Abfalltrennung, so die IK. „Außerdem bedarf es Investitionen in modernste Sortieranlagen, um die geforderten Mengen zu bewältigen und optimal zu sortieren. Mit der Verabschiedung des Verpackungsgesetzes in Deutschland sind derartige Investitionen erfreulicherweise bereits angelaufen,“ wie der IK-Geschäftsführer betont.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 45095368)