Metav 2022

Fachmesse Metav präsentiert energieeffizientere Metallbearbeitung

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Gute Chancen der Förderung zu wenig beachtet

Und Dr. Philipp Schraml, Geschäftsführer des in Bensheim bei Darmstadt ansässigen Beratungsunternehmens ETA-Solutions, betont mit Blick auf die Energieeffizienz: „Alle von uns vorgeschlagenen Maßnahmen sind wirtschaftlich.“ Das liege nicht nur an den möglichen Kosteneinsparungen, sondern auch an den angebotenen Fördermaßnahmen, in denen sich die politische Relevanz des Themas gegenwärtig widerspiegle. Ob nun die Bundesförderung für Energieaudits oder das Programm für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft, regionale oder europäische Fördertöpfe genutzt werden könnten – im Prinzip sei für jede Maßnahme und jedes Budget etwas dabei. Und sogar die Beratung ist förderfähig! Schraml erklärt: „Wir arbeiten praktisch kostenneutral, denn wir schaffen es immer, selbst mit kleineren und nicht-investiven Maßnahmen sowohl die eigenen Kosten als auch zusätzlich Geld einzusparen.“

Umso erstaunlicher mag es Angesichts dessen erscheinen, dass nach Erkenntnissen des Instituts für Energieeffizienz in der Produktion (EEP) der Universität Stuttgart bisher nur rund 20 Prozent der antragsberechtigten Unternehmen die in Frage kommenden Fördermittel in Anspruch nehmen. Die Ursachen vermuten die Experten sowohl in der mangelnden Transparenz der Förderangebote als auch in der Erwartung eines komplizierten Antragsszenarios.

Oft fehlt es an der Umsetzungskapazität in den KMUs

Schraml sieht noch ein anderes Problem: „Wir stellen fest, dass es in vielen, vor allem kleineren Unternehmen, schlicht an der spezifischen Kompetenz und am fachlichen Personal fehlt, um sinnvolle Energieeffizienzmaßnahmen zu erkennen und anzugehen.“ Nur selten werden deshalb vor- und nachgelagerte Prozesse analysiert, meint er. Auch gebe es keine Vernetzung unterschiedlicher Gewerke und es werde zu wenig in Richtung Energieeffizienz beraten. Erschwerend komme hinzu, dass es zunächst kostet, um Energiedaten zu erfassen. Für ETA-Solutions sei es daher immer der erste Schritt, Transparenz und ein Verständnis für den Systemzusammenhang herzustellen. Erst dann werden Vorschläge für Maßnahmen erarbeitet, sagt Schraml. In einem dritten Schritt gehe es dann darum, die Energie, die in die Produktion geht, mehrfach zu nutzen – etwa für eine effiziente Gebäude- und Anlagenkühlung. Am wirtschaftlichsten ließen sich Energieeffizienzmaßnahmen bei Neubeschaffungen, Retrofits oder anderen Projekten in Vorteile umwandeln, wenn diese von Anfang beachtet würden. Für Förderanträge sei eine valide Abschätzung der zu erzielenden Energieeinsparung aber schließlich und endlich die Voraussetzung.

Wer den Energiebedarf in seiner Produktion senken will, der muss erst mal wissen, wo es Probleme gibt. Die finden die Experten von ETA-Solutions etwa per Thermografie.
Wer den Energiebedarf in seiner Produktion senken will, der muss erst mal wissen, wo es Probleme gibt. Die finden die Experten von ETA-Solutions etwa per Thermografie.
(Bild: ETA-Solutions)

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