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VDMA Fachsymposium beschäftigt sich mit Vorteilen additiver Fertigungsprozesse für Metalle und Kunststoffe

Redakteur: Melanie Krauß

Die Arbeitsgemeinschaft Additive Manufacturing (AM) im VDMA hat auf der Hannover Messe ein hochkarätig besetztes Fachsymposium ausgerichtet. Thema waren die Vorteile additiver Fertigungsprozesse für Metalle und Kunststoffe im Maschinenbau.

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Ziel des Symposiums war es, Information und Aufklärung über additive Verfahren zu bieten – aus der Praxis für die Praxis.
Ziel des Symposiums war es, Information und Aufklärung über additive Verfahren zu bieten – aus der Praxis für die Praxis.
(Bild: gemeinfrei (pixabay, shotput) / CC0 )

Für Trumpf Laser- und Systemtechnik erläuterte beispielsweise Steffen Rübling die Gesamtprozesskette rund um das selektive Laserschmelzen inklusive der vor- und nachgelagerten Prozessschritte. Seine Kern­these: Nur mit Blick auf diese gesamte Prozesskette lässt sich das Potenzial neuer additiver Anwendungen realistisch bewerten. Dabei griff Rübling den Trend auf, dass industrielle Anwender immer genauer analysieren, wann und wo sich der Einsatz additiver Verfahren lohnt. „Was manche Beobachter als Ernüchterung werten, ist tatsächlich wachsende Ernsthaftigkeit im Umgang mit der neuen Technologie“, stellte Rainer Gebhardt, der verantwortliche Projektleiter der Arbeitsgemeinschaft Additive Manufacturing im VDMA, klar. Aus den Gesprächen mit den fast 140 Mitgliedsunternehmen der Arbeitsgemeinschaft wisse er, dass Maschinen- und Anlagenbauer AM als wichtige Ergänzung zu bisherigen Serienverfahren ansähen und integrierten.

„Die Basis dieser Integration sind fundierte Kosten-Nutzen-Analysen“, berichtete er. Der von Faszination getragene Anfangs-Hype gehe momentan in eine breite industrielle Anwendung über. Auch Weltkonzerne widmeten sich der Produktivität additiver Technologien.

Dr. Karsten Heuser aus dem Siemens-Bereich Digital Factory ging zum Beispiel auf die Chancen der Digitalisierung entlang der Gesamtprozesskette ein. Noch sei der digitale AM-Kernprozess oft von manufakturartiger Vor- und Nachbearbeitung umgeben. „Automation ist der Schlüssel, um die Verfahren erfolgreich zu industrialisieren“, erklärte Gebhardt.

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