Neues Intralogistiksystem Fahrerloses Transportsystem: Roboter mit Teamgeist

Redakteur: Beate Christmann

Mit Karis Pro haben Wissenschaftler des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und der Universität Freiburg gemeinsam mit Industriepartnern ein Intralogistiksystem entwickelt, in dem Transportroboter miteinander kommunizieren und selbst entscheiden, wie sie gemeinsam das bestmögliche Ergebnis erzielen können. Im Praxistest konnten bisher bis zu zehn Roboter reibungslos miteinander agieren.

Firma zum Thema

Ein kleiner Roboter, der nach Aussage seiner Entwickler Lasten mit einem Gewicht von bis zu 250 kg transportieren kann – und schließt er sich mit anderen Robotern des fahrerlosen Transportsystems Karis Pro zusammen, können sogar bis zu 1 t bewegt werden. Dabei kommunizieren die Roboter miteinandern und organisieren sich völlig selbstständig.
Ein kleiner Roboter, der nach Aussage seiner Entwickler Lasten mit einem Gewicht von bis zu 250 kg transportieren kann – und schließt er sich mit anderen Robotern des fahrerlosen Transportsystems Karis Pro zusammen, können sogar bis zu 1 t bewegt werden. Dabei kommunizieren die Roboter miteinandern und organisieren sich völlig selbstständig.
(Bild: KIT/Audi Sport)

Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Wissenschaftler gemeinsam mit Forschungspartnern der Universität Freiburg und aus der Industrie ein fahrerloses Intralogistiksystem entwickelt, in dem einzelne Transportroboter miteinander kommunizieren und entscheiden, wie sie am effizientesten zum Ziel gelangen. Karis Pro heißt das System, mit dem Kisten, Regale und Paletten befördert werden sollen.

Stete Interaktion zwischen den einzelnen Robotern als Grundvoraussetzung

„Die Herausforderung bei der innerbetrieblichen Logistik besteht darin, dass sich Systeme immer wieder auf neue Aufgaben in wechselnden Umgebungen anpassen müssen“, erklärt Kai Furmans, Leiter des Instituts für Fördertechnik und Logistiksysteme (IFL) am KIT. Dabei bildet eine reibungslose und stete Interaktion zwischen den einzelnen Robotern die Grundvoraussetzung. Nach Aussage der Wissenschaftler soll das Zusammenspiel von zehn Robotern auf dem Feld bereits problemlos funktioniert haben und in Simulationen wollen sie gar mit mehreren Hundert Einheiten operiert haben.

Jeder der Transportroboter soll sowohl Kisten als auch ganze Regale mit einem Gewicht von bis zu 250 kg auf- beziehungsweise abladen, transportieren, Wege planen, abfahren und plötzlich auftauchenden Hindernissen ausweichen können. Schließen sich vier Roboter zusammen, sind sie laut ihrer Entwickler gemeinsam in der Lage, 1 t Gewicht und damit auch ganze Paletten zu bewegen.

(ID:44938825)