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JEC world 2017 Faserverstärkte Leichtprofile im Serientakt

| Redakteur: Peter Königsreuther

Das Fraunhofer IWU zeigt auf der diesjährigen JEC World vom 14. bis 16. April in Paris, wie sich hybrider Leichtbau effizient in Serie, preiswert und funktionsintegriert realisieren lässt. Man präsentiert das Forschungs-Know-how in Halle 5 am Stand G 63.

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Bei der Radius-Pultrusion ermöglicht ein bewegliches Werkzeug die Herstellung gekrümmter endlosfaserverstärkter Kunststoffprofile. Ihre Einsatzgebiete sind vielfältig, vom Automobil- und Flugzeugbau bis hin zur Architektur. Das Fraunhofer-IWU zeigt die Möglichkeiten des Verfahrens in Paris auf der JEC world in Halle 5 am Stand G63.
Bei der Radius-Pultrusion ermöglicht ein bewegliches Werkzeug die Herstellung gekrümmter endlosfaserverstärkter Kunststoffprofile. Ihre Einsatzgebiete sind vielfältig, vom Automobil- und Flugzeugbau bis hin zur Architektur. Das Fraunhofer-IWU zeigt die Möglichkeiten des Verfahrens in Paris auf der JEC world in Halle 5 am Stand G63.
(Bild: Fraunhofer IWU)

Das Institut demonstriert mit der Radius-Pultrusion ein neuartiges Verfahren zur Herstellung gekrümmter, endlosfaserverstärkter Kunststoffprofile. Darüber hinaus stünden am Sächsischen Gemeinschaftsstand textile Halbzeuge, Kunststoffe mit integrierten FGL-Sensoren und -Aktoren, Kombinationen von polymeren und metallischen Werkstoffen sowie wirtschaftliche, mechanische Fügetechnologien sowie die additive Fertigung im Mittelpunkt des JEC-Geschehens.

Komplexe Prozesse der Hybriden Welt im Griff

Die vorgestellten Neuheiten besitzen laut IWU ein viel versprechendes Leichtbaupotenzial für den Automobil-, den Maschinen- und Anlagenbau bis hin zur Architekturvorhaben. Sie verbänden Produktionssteigerung, Bauteilqualität und Reproduzierbarkeit mit Energie- und Ressourcenschonung. Speziell die sogenannte Radius-Pultrusion etwa ermöglicht es erstmals, gekrümmte endlosfaserverstärkte Kunststoffprofile effizient und preiswert in Serie zu fertigen – ein Schlüssel zum Leichtbau mit komplexen Geometrien, wie sie beispielsweise im Fahrzeugbau gebraucht werden, wie die Forscher berichten.

Außer den klassischen Faser-Kunststoff- Verbundbauteilen werden auf der JEC auch umgeformte Kunststoff- und Hybridbauteile präsentiert, wie es weiter heißt. Den Fraunhofer-Forschern kämen hierbei ihre langjährigen Erfahrungen im Bereich der Umformtechnik zugute, die sie unter Beachtung der komplexen Anforderungen an Prozessführung und Werkzeugtechnik auf Kunststoffe und Hybridmaterialien bestens zu übertragen verstünden.

Formgedächtnis-Sensoren machen Bauteile smarter

Ein zentrales Thema der Fraunhofer- Forscher ist darüber hinaus auch die passable Verbindung von Bauteilstruktur und Funktion zu erarbeiten. Dazu integrierten die Wissenschaftler etwa Formgedächtnis-Drähte in Kunststoffstrukturen, um diese als Sensoren für Dehnungsänderungen des Materials zu nutzen, wie es heißt. Dadurch ergebe sich ein breites Anwendungsspektrum, das von der Medizintechnik bis zum Einsatz in den Rotorblättern von Windkraftanlagen reiche. In diesen können die Formgedächtnis-Sensoren zur Effizienzsteigerung beitragen, weil sich auf Basis der Messdaten die Ausrichtung der Flügel beeinflussen lässt, wie die IWU-Experten erklären. MM

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