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Fehlteilrecycling Fehlerhafte Kaffeekapseln flott aussondern und weiter verarbeiten

| Redakteur: Peter Königsreuther

Kunststoff-Kaffeekapseln werden durch Thermoforming oder auch Vakuumverformung genannt, gefertigt – und zwar zu Tausenden pro Minute. Ein wohl durchdachtes Schneidmühlensystem entsorgt die Ausschussteile prompt und zielsicher direkt an der Herstellungsanlage. Und so funktioniert's...

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Blick in das technische Herz der speziell für die Kunststoffkaffekapsel-Zerkleinerung konzipierten Schneidmühle von Getecha: Der „Rotoschneider“ der Baureihe RS 2400. Je nach Anforderung und Bestückung mit Kaffeekapseln können RS-2400-Typen bis zu einer Rotordrehzahl von 500 Umdrehungen pro Minute eingebaut werden.
Blick in das technische Herz der speziell für die Kunststoffkaffekapsel-Zerkleinerung konzipierten Schneidmühle von Getecha: Der „Rotoschneider“ der Baureihe RS 2400. Je nach Anforderung und Bestückung mit Kaffeekapseln können RS-2400-Typen bis zu einer Rotordrehzahl von 500 Umdrehungen pro Minute eingebaut werden.
(Bild: Getecha)

Verfahrensbedingt fallen beim schnell taktenden Thermoforming von Espresso-Cups aus mehrschichtigen Kunststofffolien größere Mengen von Fehlteilen an, wie der Aschaffenburger Anlagenhersteller Getecha erklärt. Mit prozessintegrierten Systemlösungen aus Absaug- und Zerkleinerungstechnik sorgt Getecha aber dafür, dass dieser Ausschuss direkt aus der Produktion ausgeleitet und kontinuierlich der Wiederverwertung zugeführt wird.

Prozessintegrierte Problemkapselentsorgung

Von den etwa 1200 Kaffeekapseln, die eine moderne Thermoformanlagen in 24 Zyklen pro Minute fertigt, bleibt verfahrensbedingt stets ein kleiner Prozentsatz in der Matrize hängen. Pro Zyklus sind das zwischen zwei und fünf Kapseln, heißt es weiter. Diese Fehlteile werden durch Kippen und Ausbürsten aus der Matrize getrieben, abgesaugt, zerkleinert und schließlich der Wiederverwertung oder Zwischenlagerung im Silo zugeführt. Damit diese Entsorgung prozessintegriert, kontinuierlich und ohne Beeinträchtigung der Produktion ablaufen kann, entwickelte Getecha eine komplette Anlage, bestehend aus Absaugeinheit, Sammeltrichter, Schneidmühle und Rohrleitung. Sie wird laut Aussage des Unternehmens derzeit in vierfacher Ausfertigung für einen großen Verpackungsmittelhersteller in den Niederlanden umgesetzt.

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Effizientes sowie wartungsfreundliches Konzept

Das technisches Herzstück dieser Kaffeekapsel-Aufbereitungslinien sind die Zerkleinerungsmühlen aus der Rotoschneider-Baureihe RS 2400. Je nach Güte und Leistungsfähigkeit des Thermoformens und der Anzahl der produzierten Kapseln – rund 50 oder 70 Stück pro Zyklus – schlägt eine RS 2404 mit einer serienmäßigen Rotordrehzahl bis 390 min-1 oder aber eine RS 2406 mit einer kundenspezifisch angepassten Rotordrehzahl bis maximal 500 min-1 harmonisch im Takt des Gesamtprosesses. Grundsätzlich handelt es sich dabei um sogenannte Scherenschnitt-Trichtermühlen für Stundendurchsätze bis 220 kg/h, die oft auch als Zentralmühlen eingesetzt werden, so Getecha. Sie verfügen über einen hocheffizienten Segmentrotor, der die Schnittkraft optimal verteilt. Außerdem gilt das Gehäusedesign als überaus wartungsfreundlich (etwa Werkzeuglose Siebentnahme, Gasdruckfeder-Öffnung des Trichters). Auch flexibilisieren viele Möglichkeiten der Individualisierung (Rotorvarianten, Verschleißschutz und anderes) die Anpassung ans Geschehen beim Kapselhersteller. Getecha verweist auf die Option die Motorsteuerung der Mühlen mit einer innovativen Energysave-Funktion auszustatten. Ohne Einschränkungen der Leistung ließe sich damit der Energieverbrauch der Drehstromantriebe spürbar reduzieren.

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