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Laserzentrum Hannover e. V. Fehlstellen in Composites mit Systemkombination einfacher reparieren

| Redakteur: Peter Königsreuther

Um den Reparaturaufwand für Faserverbundkunststoffe (FVK) zu minimieren, wollen das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) und die Apodius GmbH nun ein neuartiges Messgerät zur Faserlagenorientierung mit einem innovativen, laserbasierten Reparaturprozess verquicken.

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Fehlstellen in faserverstärkten Kunststoffen können jetzt effizienter repariert werden. Das Laser Zentrum Hannover (LZH) und die Apodius GmbH kombinieren dazu eine neuartiges Messgerät mit einem speziellen, laserbasierten Reparaturprozess, wie es heißt.
Fehlstellen in faserverstärkten Kunststoffen können jetzt effizienter repariert werden. Das Laser Zentrum Hannover (LZH) und die Apodius GmbH kombinieren dazu eine neuartiges Messgerät mit einem speziellen, laserbasierten Reparaturprozess, wie es heißt.
(Bild: LZH)

Fehlstellen in FVK-Bauteilen können fertigungs- oder auch betriebsbedingt sein, wie das LZH erklärt. Wie rentabel im Falle des Falles aber eine Reparatur sei, hänge dabei von der Geometrie der Fehlstelle, den Werkzeugen und Reparaturverfahren sowie der Möglichkeit zur Automatisierung ab. Mittels Laserschäften und anschließender Patch-Reparatur lassen sich FVK-Bauteile laut Aussage der LZH-Experten nun faserverbundgerecht instandsetzen. Dabei wird das beschädigte Material lagenweise entweder kontinuierlich oder stufenförmig abgetragen, heißt es weiter. Passgenaue Ersatzstücke, sogenannte Patches, verschließen dabei die Problemstelle. Mit einer Harzmatrix lassen sich die neu applizierten Faserlagen dann infiltrieren und konsolidieren, wie das LZH erklärt. Die Reparturstelle soll damit hohe Festigkeiten erreichen.

Wer die „Lage“ erkennt, ist klar im Vorteil

Die Herausforderung beim Laserschäften sei es, die präzise und rückstandslose Entfernung der beschädigten Faserlagen zu schaffen. Erschwerend komme hinzu, dass durch die variierende Dicke der Verbundschichten, die sowohl global, das heißt im gesamten Bauteil, als auch lokal, also örtlich beschränkt, auftreten könne. Abhilfe soll ein optisches System schaffen, das die Faserorientierung des freigelegten Materials erkenne. Als Grundlage dient eine bestehende Systemtechnik der Apodius GmbH, wie es heißt, die bereits bei der Herstellung trockener Faserhalbzeuge zum Einsatz kommt. Nun werden diese Faserorientierungsmessgeräte weiterentwickelt, um auch unterschiedliche Schichtdicken in FVK-Bauteilen mit einer Kunststoffmatrix detektieren zu können, sagt das LZH.

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