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Seilzüge/Seilwinden

Feinfühlige Kraftprotze bewegen riesige Turbinen

| Autor/ Redakteur: Jan Petersen / Bernd Maienschein

Thailand setzt beim Ausbau seiner Energieerzeugung – 2020 sollen 52 GW erzeugt werden – auf Gas und Dampf. Hoch im Kurs stehen dort Gasturbinen aus deutscher Fertigung und auch die zur Einbringung der riesigen Aggregate in die Kraftwerkshallen benötigte Krantechnik kommt aus Deutschland.

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Bild 1: Über 300 t wiegen diese Turbinen von Siemens, die mithilfe der präzise steuerbaren Seilwinden von Stahl Cranesystems millimetergenau platziert werden.
Bild 1: Über 300 t wiegen diese Turbinen von Siemens, die mithilfe der präzise steuerbaren Seilwinden von Stahl Cranesystems millimetergenau platziert werden.
(Bild: Stahl Cranesystems)

Weltweit wächst der Bedarf an Energie, auch in Thailand. Jahr für Jahr benötigt das Land rund 4 % mehr Strom. Beim Ausbau setzt Thailand auf leistungsfähige Gas-und-Dampf-Kombikraftwerke – bis 2020 soll die Energieerzeugung von 39 Gigawatt (GW) auf 52 GW gesteigert werden. Davon profitieren auch deutsche Unternehmen.

Schwerlast-Spezialkrane besitzen eine Tragfähigkeit von 180 t

Siemens genießt als Hersteller moderner Gasturbinen großes Ansehen und Stahl Cranesystems liefert erfolgreich Seilzüge und Seilwinden, mit denen die über 300 t schweren Turbinen innerhalb der Kraftwerke bewegt werden können (Bild 1).

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Eines der aktuellen Projekte ist der Ausbau des Gaskraftwerks Wang Noi, 70 km nördlich von Bangkok. Die Anlage wurde in den 90er-Jahren gebaut, zunächst mit drei Blöcken und einer Leistung von 1,91 GW. Bis 2014 wird Wang Noi nun um einen vierten Block und 769 MW erweitert. Den Auftrag für die benötigten Krananlagen erhielt ALLA Ltd., der thailändische Kranbaupartner von Stahl Cranesystems. Die Bestellung umfasste neben mehreren Zweiträger-Laufkranen mit 25 und 40 t Tragfähigkeit zwei Schwerlast-Spezialkrane mit Seilwinden und einer Tragfähigkeit von je 180 t (Bild 2).

Serienmäßige Frequenzumformer sorgen für sanftes Anfahr- und Bremsverhalten

Für Lasten dieser Größenordnung vertraut ALLA auf die neue Winde SW von Stahl Cranesystems. Mit ihrer hohen Traglast, ihren kompakten Baumaßen und der wartungsarmen Bauweise erfüllt sie die Anforderungen der anspruchsvollen Kunden. Beim Positionieren der gigantischen Gasturbinen zählt jedoch mehr als die reine Traglast, denn die teure Fracht muss feinfühlig, millimetergenau und möglichst ruckfrei platziert werden.

Serienmäßige Frequenzumformer an allen Antrieben sorgen für sanftes Anfahr- und Bremsverhalten sowie minimiertes Lastpendeln. Als „kleinere“ Hilfshubwerke verfügen beide Krane über einen 25-t-Seilzug von Stahl Cranesystems. Einer der Krane besitzt zusätzlich einen weiteren Seilzug, der sich auf einer ausfahrbaren Traverse unterhalb der Kranbrücke befindet und für leichtere Lasten bis 12,5 t eingesetzt wird.

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