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ERP-Lösung

Fertigungssteuerung verbessert Abläufe

| Autor / Redakteur: Eduard Rüsing / Reinhold Schäfer

Die Fertigungsabläufe eines Präzisionsteileherstellers konnten mit einer ERP-Branchenkomplettlösung deutlich verbessert werden.
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Die Fertigungsabläufe eines Präzisionsteileherstellers konnten mit einer ERP-Branchenkomplettlösung deutlich verbessert werden. (Bild: Precitec)

Mit einer ERP-Branchenkomplettlösung für Präzisionsteile werden die Fertigungsabläufe und die Qualität eines Präzisionsteileherstellers verbessert. Dabei wird betriebswirtschaftliches Denken mit großer Transparenz im gesamten Unternehmen gefördert.

Der Dreh- und Frästeilespezialist Precitec kam aufgrund seines starken Wachstums mit einer Fertigungssteuerung auf Basis von Officetools nicht mehr zurecht. 2002 begann er mit zwei Mitarbeitern Präzisionsteile zu fertigen. Nun fertigt die Precitec GmbH in Lemgo mit 60 Mitarbeitern Präzisions-Dreh- und Frästeile für die Medizintechnik, die Luft- und Raumfahrt, den Industrie- und Maschinenbau, die Feinmechanik und Optik oder den Fahrzeugbereich (Bauteile für Sport- und Rennwagen). Eine ERP-Branchenlösung von Gewatec schafft nun Abhilfe.

Einer der Gründe für das rasante Wachstum von Precitec war neben dem ausgeprägten Unternehmergeist des Gründers ohne Frage die Konzentration auf Qualitätsteile und das Besondere. Denn der Unternehmensgrundsatz lautet: Wir fertigen alles außer Normprodukten. Geschäftsführer Dirk Schwichtenberg erläutert: „Wir fertigen Teile aus (fast) jedem Werkstoff. Gerade auch im Luftfahrtbereich kommen regelmäßig neue Werkstoffe für Teile, die zwar immer leichter, andererseits aber höher belastbar sind und die wir trotzdem mit hoher Genauigkeit fertigen müssen. Mit jedem neuen Werkstoff wachsen wir und sind anschließend in unserem Know-how ein Stück weiter.“

Wissen wächst mit jedem Werkstoff

Der Produktionsdienstleister verarbeitet Werkstoffe wie Titan, Tantal, Wolfram oder besondere Werkzeug- und Edelstähle sowie auch Kunststoffe wie PEEK, PTFE oder POM. Zum Angebot gehört auch die Konstruktion einer Produktlösung für den Kunden auf dem neuen 3D-CAD/CAM-System, „damit wir auch eine gute Grundlage für die Fertigung haben“. Außerdem bietet das Unternehmen Nachbearbeitungen wie Wärmebehandlung, Montieren von Baugruppen sowie Laser- oder Barcodebeschriftungen an.

In der Werkhalle stehen 20 CNC-Dreh-Fräsautomaten, unter anderem von Traub und Star, mit bis zu 13 CNC-Achsen und einem Drehdurchmesser von 1 bis 66 mm beim neuesten CMZ-Dreh-Fräsautomaten. „Den CMZ-Automaten haben wir angeschafft, weil es vor allem die Luftfahrtfirmen nicht mehr akzeptierten, dass wir Teile mit großen Drehdurchmessern in der verlängerten Werkbank an Fremdfirmen vergaben. Wir standen damit vor der Entscheidung, dieses Produktspektrum abzulehnen oder die Möglichkeiten zu schaffen. Wir haben uns für den Weg der Expansion entschieden“, erläutert Unternehmer Schwichtenberg. Gearbeitet wird in zwei Schichten, drei Schichten seien im Moment nicht möglich, weil das dafür notwendige qualifizierte Personal in der Region nicht zur Verfügung stehe. Deshalb werden bereits seit 2008 Facharbeiter für den Eigenbedarf ausgebildet.

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