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Großgussteile

Fertigungstechnische Bauteilanpassungals Basis für eine hohe Gussqualität

01.08.2008 | Autor / Redakteur: Herbert Werner und Ingo Lappat / Josef-Martin Kraus

12 m langer Querbalken für eine Werkzeugmaschine. Nach der Fertigung im Handformgussverfahren wird er auf einer Langfräsanlage auf Endmaß gebracht. Bilder: Meuselwitz
12 m langer Querbalken für eine Werkzeugmaschine. Nach der Fertigung im Handformgussverfahren wird er auf einer Langfräsanlage auf Endmaß gebracht. Bilder: Meuselwitz

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Nicht nur die Fertigung von Großgussteilen erfordert Spezialisten, sondern auch für die konstruktive, gießtechnische Bauteilanpassung. Dazu kommt die logistische Ausstattung aufgrund der großen Abmessungen und des hohen Gewichts der Teile. Erst diese Kombination ermöglicht, die geforderte Qualität zu erreichen, wie sich anhand eines 30 t schweren Pressenbauteils und eines Querbalkens mit 50 t Stückgewicht für Werkzeugmaschinen zeigen lässt.

Die Gießereibranche in Deutschland boomt seit mehreren Jahren. So hat sie 2007 bei Eisen-, Stahl- und Temperguss den Produktionsrekord auf rund 4,8 Mio. t erhöht. Mit einem Anteil von etwa 31% an der europäischen Gesamtproduktion ist Deutschland weiter führend in der europäischen Gießereiindustrie. Das Ergebnis dieser dynamischen Entwicklung: Die deutschen Gießereien arbeiten an der Kapazitätsgrenze, die im Vergleich zu 2006 aufgrund eines Investitionszuwachses von 20% im vergangenen Jahr weiter „nach oben“ verschoben wird. Damit ist der Investitionsaufwand 2007 auf rund 700 Mio. Euro gestiegen.

An dieser Entwicklung hat der deutsche Maschinenbau als Exportweltmeister einen hohen Anteil. Ein wesentlicher Grund dafür liegt in der steigenden Nachfrage nach Großmaschinen. Dazu gehören Pressen, Spritzgießmaschinen und Walzstraßen, aber auch große Bearbeitungszentren, auf denen Großgussteile auf Endmaß bearbeitet werden. Dabei reicht Gussteilspektrum von 50 t schweren Komponenten für Windenergieanlagen bis 6 MW Leistung bis zu Propellern mit 150 t Gewicht und 11,5 m Durchmesser für ständig wachsende Containerschiffe, von Platten und Gestelle mit bis zu 40 t Stückgewicht für Spritzgießmaschinen und Pressen bis zu 120 t schweren Walzen für Walzstraßen, die den „Welthunger“ an Stahl befriedigen.

Gießereikapazitäten für schwere Teile sind begrenzt

Gemessen an den derzeitigen Lieferterminen sind die Gießereikapazitäten für diese Gewichtsgruppe begrenzt. Demzufolge lässt in diesem Gewichtssegment der Wettbewerbsdruck mit zunehmenden Stückgewichten nach. Vor diesem Hintergrund hat zum Beispiel Meuselwitz Guss verstärkt in Hallen, Krane und Schmelzöfen für Großgussteile investiert. Weitere Ausbaustufen wie Formereihalle, Großputzerei und Erweiterung des Schmelzbetriebs befinden sich dabei mit einem Gesamtaufwand von 20 Mio. Euro in der Umsetzung. Ein Hallenanbau von 90 m Länge, inklusive zweier Formgruben, wurde bereits in den vergangenen drei Jahren erstellt.

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