Ettlinger Kunststoffmaschinen Filter reinigt 3800 kg Kunststoffschmelze pro Stunde

Redakteur: Peter Königsreuther

Mit dem auf der Fakuma 2017 vorgestellten Typ ERF350 setzt Ettlinger Kunststoffmaschinen, ein Spezialist für Hochleistungs-Schmelzefilter und Spritzgießmaschinen für große Schussgewichte, wie es heißt, ganz neue Benchmarks in der Filtration verschmutzter Kunststoffschmelzen.

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Ettlingers neuer Filter des Typs ERF350 reinigt verschmutzte Kunststoffschmelze mit einem Durchsatz von 3800 kg/h, wie es heißt. Der Effekt hänge von der Filterfeinheit sowie dem Verschmutzungsgrad der Schmelze ab. Gleichzeitig minimiere der ERF350 auch Schmelzverluste im Vergleich zu ähnlichen System am Markt.
Ettlingers neuer Filter des Typs ERF350 reinigt verschmutzte Kunststoffschmelze mit einem Durchsatz von 3800 kg/h, wie es heißt. Der Effekt hänge von der Filterfeinheit sowie dem Verschmutzungsgrad der Schmelze ab. Gleichzeitig minimiere der ERF350 auch Schmelzverluste im Vergleich zu ähnlichen System am Markt.
(Bild: Ettlinger)

Diese Neuentwicklung sei, wie zukünftig auch alle anderen Filtersysteme von Ettlinger, ohne großen Aufwand in Industrie-4.0-Umgebungen integrierbar. Als erstes Modell einer deutlich leistungsgesteigerten Generation der ERF-Baureihe eigne sich die Neuentwicklung etwa für die Verarbeitung aller gängigen Polyolefine und Polystyrole sowie einer Vielzahl technischer Kunststoffe wie Styrolcopolymere, TPE und TPU. Wie alle ERF-Typen ist er laut Hersteller in der Lage, Fremdstoffe wie Papier, Aluminium, Holz, Elastomere oder höher aufschmelzende Kunststoffe mit Verschmutzungen bis zu 18 % zu entfernen.

Mehr Leistung, weniger Energie und klener Platzbedarf

Abhängig von der Art und dem Verschmutzungsgrad der zu reinigenden Schmelze sowie von der gewählten Filterfeinheit, erreicht der ERF350 eine maximale Durchsatzleistung von 3800 kg/h, bei gleichzeitig sehr geringen Schmelzeverlusten, wie Ettlinger sagt. Damit positioniere er sich deutlich über dem bisherigen Typ namens ERF250, der einen maximalen Durchsatz von 3000 kg/h erreiche. Der Neuling schafft also rund 28 % mehr Schmelze bei gleicher Filterfläche und dem gewohnt geringen Platzbedarf, betont Ettlinger. Erste Erfahrungen bei Pilotkunden bestätigten diesen Wert in der Praxis. Für den Anwender sie dass gleichbedeutend mit mehr Produktivität im Rahmen des Recyclings verschmutzter Altkunststoffe aus dem industrie- und Konsumentenbereich. Darüber hinaus zeigten die bisherigen Erfahrungen auch, dass der Energieaufwand trotz der deutlich erhöhten Effizienz ähnlich gering ist wie beim ERF250.

Kunststoffschmelze-Filter macht sich schnell bezahlt

Dazu Karsten Bräunig, Vertriebsleiter von Ettlinger: „Anwender unseres neuen Schmelzefilters vom Typ ERF350 stellen sehr schnell fest, dass sich die Investitionen aufgrund der deutlich höheren Leistung in kurzer Zeit amortisieren.“ Ettlinger gebe Recyclingbetrieben damit eine kosten- und leistungsbezogen hoch effiziente Möglichkeit, ihre Wettbewerbsfähigkeit in diesem kostengetriebenen, stark umkämpften Markt zu festigen. Speziell Unternehmen, die große Mengen verarbeiten, werden laut Bräunig von der neuen Technologie profitieren. Dazu gehörten beispielsweise Compoundeure, die PP für den Einsatz in der Automobilindustrie aufbereiten, und Hersteller von Verpackungsfolien, die beispielsweise LDPE verarbeiten.

Wochen- und monatelang ohne Unterbrechung in Betrieb

Wie alle ERF- und ECO-Filter von Ettlinger arbeite auch der neue Typ ERF350 selbstreinigend nach dem Prinzip der rotierenden, perforierten Trommel, die kontinuierlich von außen nach innen von der Schmelze durchströmt wird. Dabei sind Filterfeinheiten zwischen 80 µm und 1300 µm wählbar, heißt es. Ein Abstreifer trage die auf deren Oberfläche verbleibenden Verschmutzungen ständig ab und führe sie einer Austragsschnecke beziehungsweise Austragswelle zu. So ist ein ganz und gar automatischer, zum Teil über Wochen und Monate unterbrechungsfreier Betrieb ohne Siebwechsel möglich, betont Ettlinger. Vorteile dieser Bauweise seien der konstant bleibende Schmelzedruck am Ausgang des Filters, der für erhöhte Prozesssicherheit sorgt, die, wie es heißt, branchenweit anerkannt geringsten Schmelzeverluste sowie eine gute Durchmischung und Homogenisierung der Schmelzen.

Für jeden relevanten Thermoplast ein geeignetes System

Während die ERF-Baureihe für das Abtrennen von Fremdstoffen aus hoch verschmutzten Kunststoffen optimiert sei, eigne sich eine andere Modellreihe, die ECO-Typen, ideal für die Filtration von Polyolefinen, PET und PA sowie von Recyclingmaterial mit bis zu 1,5 % Verschmutzungsanteil in der Extrusion von Folien, Platten und anderen Halbzeugen.

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