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3D-Kunststoffdruck Fit druckt nun XXL-Bauteile per GDP

| Redakteur: Simone Käfer

Das neueste Additive Fertigungssystem bei Fit stammt aus Israel. Mit der GDP-Technik sollen sich erstmals große Kunststoffteile mittels 3D-Druck ökonomisch herstellen lassen.

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Die von Fit im GDP-Verfahren hergestellte Propellerschraube hat einen Durchmesser von 1200 mm.
Die von Fit im GDP-Verfahren hergestellte Propellerschraube hat einen Durchmesser von 1200 mm.
(Bild: Fit AG)

Beim GDP, dem Gel Dispensing Printing, wird aus einem Extruder ein spezielles Gel schichtweise aufgetragen und anschließend mit UV-Licht ausgehärtet. Die Schichtstärke kann dabei zwischen 0,7 und 2,1 mm variiert werden.

Ein Vorteil durch die Verwendung von Gel ist ein weitgehend supportloser Aufbau auch bei starken Hinterschnitten, erklärt Fit. Deckel könnten mit Durchmessern bis 20 cm supportfrei aufgebaut werden. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass Kunststoffobjekte im Großformat hergestellt werden können. Einteilig sind Bauteile einer Größe von 1,8 m × 1,5 m × 1,2 m möglich. Die Druckgeschwindigkeit soll bis 10 mal höher sein als bei anderen additiven Verfahren. Die bei Fit eingesetzte Anlage fertigt mit zwei Druckköpfen, die simultan arbeiten können. Mit GDP erzeugte Rohlinge lassen sich laut Fit mit allen klassischen Modellbautechniken in die gewünschte Optik bringen, beispielsweise durch Überfräsen, Schleifen oder Beschichten.

Zukünftiges Potential des GDP

Bei dem Verfahren wird mit hochviskosem, UV-aushärtbarem Material gedruckt, was ein großes Spektrum neuer Materialien verspricht. Damit könnten weitere Applikationen in neuen Zielmärkten entstehen. Denkbare Anwendungen sind Objekte zur visuellen Kommunikation, Werbeobjekte, Leuchtkörper, Tiefziehformen und Konzeptmodelle, aber auch Möbel und natürlich Kunst- und Designobjekte.

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