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Lagertechnik

Fit durch den Austausch der Steuerung

| Autor/ Redakteur: Jürgen Warmbold / Dietmar Kuhn

Durch das Retrofit eines bestehenden Blechlagers bei Hefter Maschinenbau mit einer neuen Steuerung und eines modernen Regalbediengeräts mit Implementierung einer zeitgemäßen Lagerverwaltungssoftware hat Stopa dieses zu neuem Leben erweckt. Seitdem arbeitet das Lager, das von einem anderen Hersteller stammt, effizienter als je zuvor.

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Knackpunkt Steuerung: Wie kann das Retrofit die Leistung des RBG erhöhen?
Knackpunkt Steuerung: Wie kann das Retrofit die Leistung des RBG erhöhen?
(Bild: Stopa)

Das 1991 errichtete Blechlager der Hefter Maschinenbau GmbH & Co. KG in Prien am Chiemsee erstreckt sich über drei Etagen des Werksgebäudes. Christian Stocker, Abteilungsleiter Feinblech bei Hefter, beobachtet das Regalbediengerät (RBG) durch das Fenster, das in die Wand des Lagers integriert ist. „Beim Positionieren gewinnen wir Zeit, obwohl das RBG seine Geschwindigkeit – verglichen mit früher – schon in einem größeren Abstand zum Ziel verringert.“ Dabei resultiert der Zeitvorteil aus einer höheren Prozesssicherheit, von der man zum einen beim Positionieren der Paletten und zum anderen beim Absetzen des Materials auf die Paletten profitiert. Zudem stoppt das RBG selbst nun ebenfalls genauer vor dem jeweiligen Fach. Damit dies künftig noch schneller und präziser geschieht, hat Hefter nachträglich auch den Fahrmotor austauschen lassen, der fehlerfrei funktioniert.

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Elektronik macht die Lagertechnik schneller

Die Grundlage für diese positive Entwicklung hat die Stopa Anlagenbau GmbH, Achern-Gamshurst, durch die Modernisierung des RBG geschaffen. So hat man die 16-bit-Absolutwertgeber der Längsfahrtpositionierung und der Lasttraverse auf Absolutwertgeber mit Profibus-Schnittstelle umgebaut. Ferner hat Stopa die Hubwerkspositionierung mit einem absolut und last-unabhängig arbeitenden digitalen Wegmesssystem ausgestattet, das mit zwei Absolutwertgebern mit Profibus-Schnittstelle versehen ist. Auch die als Lastaufnahmemittel dienende Gabel positioniert über einen profibusfähigen Absolutwertgeber. Mit dieser Technik ist es möglich, den sogenannten Getriebeschongang einzusetzen, der bei einer Fachanfahrt dafür sorgt, dass die parallel laufenden Hub- und Längsfahrtpositionierungen des Regalbediengeräts synchron abgeschlossen werden. Das heißt, der Antrieb, der den kürzesten Weg zurückzulegen hat, fährt jeweils langsamer und verschleißt dadurch erheblich weniger. Auf den Profibus trifft man ebenso im Schaltschrank des RBG, in dem Profibus-Ein- und ausgabemodule die S5-Komponenten ersetzt haben.

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