Extrusion Flexibel einsetzbare Extruder für Tiefziehfolienanlagen im Kommen

Redakteur: Kirsten Nähle

Reifenhäuser Extrusion verzeichnet deutlich mehr Aufträge für Tiefziehfolien-Extrusionsanlagen im Leistungsbereich zwischen 700 und 1500 kg/h. Seit der K 2010 seien bereits zehn dieser Anlagen zur Produktion von Trinkbechern und Feinkostenbechern aus Polypropylen (PP) und Bechern für die Molkereiindustrie aus Polystyrol (PS) verkauft worden. Weitere Projekte seien in Aussicht.

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Zwei Glättwerke für Tiefziehfolienanlagen in der Reifenhäuser-Montage kurz vor der Lieferung. (Bild: Reifenhäuser)
Zwei Glättwerke für Tiefziehfolienanlagen in der Reifenhäuser-Montage kurz vor der Lieferung. (Bild: Reifenhäuser)

Das große Interesse an den Anlagen resultiert laut Reifenhäuser vor allem aus der vom Markt geforderten Flexibilität. Steigende Rohstoffkosten, kleinere Kundenaufträge und der hohe Preisdruck durch die Endabnehmer, der durch die globale Finanzkrise noch verstärkt wurde, führen dazu, dass Produzenten sich schnell auf neue Marktsituationen einstellen müssen.

Extruder müssen leicht umzurüsten sein

Mit Hochleistungs-Einzweckextrudern, die für die Produktion eines bestimmten Rezepts optimiert sind, ist das nur bedingt möglich. Produktumstellungen sind hier mit einer zeit- und kostenintensiven Umrüstung der Maschine verbunden. Oft ist das nur mit dem Einbau einer neuen Schnecke - sofern vorhanden - realisierbar.

Michael Beckhoff, Vertriebsleiter bei Reifenhäuser Extrusion sagt: „Vor der Finanzkrise wurden Einzweckextruder als der kommende Trend diskutiert. Das scheint sich jetzt zu relativieren, weil nicht überall Höchstleistung für ein und dasselbe Produkt, sondern vermehrt Flexibilität gefordert ist.“

Mit Extrudern schnell zwischen verschiedenen Aufträgen wechseln

Das schlägt sich laut Beckhoff deutlich in den Auftragsbüchern nieder, weil Reifenhäuser-Anlagen diese Flexibilität bieten würden: „Unsere Kunden sind nicht an ein Produkt und große Aufträge gebunden, sondern können, wenn nötig, ohne Probleme zwischen verschiedenen Rohstoffen wechseln, schnell auf neue Marktanforderungen reagieren und auch kleinere Aufträge effizient produzieren.“

Reifenhäuser-Tiefziehfolienanlagen sind auf einen mittleren Drehzahlbereich ausgelegt und könnten somit, wie es heißt, eine große Bandbreite an Rohstoffen wie Polypropylen (PP), Polystyrol (PS), Polyethylenterephthalat (PET) und Polylactide (PLA) mit derselben Schnecke verarbeiten. Das modulare Anlagenkonzept ermögliche die Konfiguration einer Anlage, die speziell auf den Kunden zugeschnitten und trotzdem flexibel ist. Die Anlagen könnten auch inline mit einem Thermoformer zur direkten Herstellung fertiger Becher gekoppelt werden.

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